Ein Durchbruch, der keiner ist (Kommentar von Markus Kaufmann)

Klagenfurt (OTS) - Über acht Stunden haben die Verhandler um
einen gemeinsamen Weg in der Ortstafelfrage gerungen, und am Ende kam eine Hürde von 17,5 Prozent auf Basis der Volkszählung 2001 heraus. Bei der Bundes-SPÖ spricht man bereits vom "historischen Durchbruch" und lehnt sich damit sehr weit aus dem Fenster. Ist es tatsächlich ein Durchbruch, wenn die Feinabstimmung noch fehlt und die Gremien der Slowenen noch gar nicht gefragt wurden? Der Chef des Rates der Slowenen, Valentin Inzko, zeigte sich im KTZ-Interview wörtlich "schockiert" und betonte, dass man beim Volksgruppentag seines Verbandes ganz andere Eckpunkte festgelegt hätte. Ebenfalls offen ist die Finanzierung für Kindergärten und Musikschulen der Volksgruppe. Von einem Durchbruch kann deshalb keine Rede sein. Die Zielflagge ist zwar in Sichtweite, ob dort alle Beteiligten gemeinsam ankommen, ist aber fraglich.

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