Purple Sheep: Ereignisse rund um den Fall Ani R. spitzen sich weiterhin zu

Das schwer behinderte Mädchen wurde in Traiskirchen unter seinem Bedarf medikamentös versorgt

Wien (OTS) - "Das skandalöse Vorgehen der Behörden in Baden, insbesondere der Fremdenpolizei Baden und der Erstaufnahmestelle Ost zeigt, dass Beamte mittlerweile meinen, völlig willkürlich handeln zu dürfen!", so Karin Klaric.

"Bis jetzt bleibt die Einstufung des Mädchens von den Behörden als "leicht geistig in der Entwicklung zurück geblieben" über das ganze Verfahren hindurch ohne jede politische Konsequenz. Heute wissen wir, dass Ani in Traiskirchen so stark unter ihrem Bedarf medikamentös behandelt wurde, dass sie jetzt bei der Medikamentenumstellung mit starken Problemen zu kämpfen hat. Sie leidet deswegen unter regelmäßigen Krampfanfällen! Doch es gibt keine politische Stellungnahme oder personelle Konsequenzen in Traiskirchen! Es ist menschenverachtend!", so Klaric.

Dass die Politik zum Fall Ani R. schweigt, ist für Purple Sheep unverständlich, aber logisch: "Der Fall Ani R. zeigt, wie sehr Beamte das Recht für sich ausdehnen und Entscheidungen offensichtlich ideologisch statt objektiv treffen. Und genau deshalb muss im Moment jede weitere gesetzliche Verschärfung im Fremdenrecht auf Eis gelegt werden. Behörden stellen unrichtige Gutachten aus und die Betroffenen werden in der Folge unnötig gequält. Das darf nicht sein!", so Klaric weiters. Doch auch wenn die Politik schweigt, drei Beamte, die Ani aus dem Freunde Schützen Haus abholten, tun dies nicht: Purple Sheep wurde aufgefordert, die Dokumentation von Anis Abschiebung umgehend aus dem Internet zu entfernen und den Ermittlern einen Schadenersatz von rund 9.600,00 Euro zu zahlen. "Für sie wären zukünftig Einsätze als 'verdeckte' Ermittler schwierig", so die Begründung laut Purple Sheep Sprecher Kurosch
Allahyari.

"Ein Versuch, uns von der Dokumentation der menschenverachtenden Missstände abzuhalten und ein schwerer Schlag gegen unser Haus. Ein befreundeter Anwalt prüft im Moment die Rechtslage!", so Allahyari weiters.

"Für mich ist Anis Fall der Schlimmste, der mir in meinen Jahren untergekommen ist. Und mit Abstand der widerlichste und grausamste. Ani ist ein großartiges Mädchen. Die Menschen, die sie behandelt haben, als wäre sie nichts, sind die Menschen, die ich immer noch anrufen und über ihren aktuellen Zustand informieren muss. Kein Geld der Welt ist es wert, diesen menschenverachtenden Umgang nicht aufzuzeigen! Wir bleiben dabei: so geht man mit keinem Menschen um!", so die Obfrau des Vereins Purple Sheep abschließend.

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Kurosch Allahyari
PR & Kommunikation
Verein Purple Sheep
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Tel.: 069910894622

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