- 01.04.2011, 13:37:08
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Oö. Spitalsreform: Ja zum Sparen, aber nicht zulasten der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung
Frais: "Wer Spitalsbetten einspart, muss auch die Versorgungsalternativen schaffen!"
Linz (OTS) - "Der zentrale Anspruch der SPÖ für die anstehende
Spitalsreform ist, dass die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung
auf dem bisherigen Niveau erhalten bleibt. Einsparungen dürfen nicht
zu Verschlechterungen führen", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais
klar. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was mit den
zehntausen-den PatientInnen passieren soll, die bislang in jenen
Krankenhausbetten versorgt wurden, die laut Spitalsreformkommission
eingespart werden sollen. "Wer übernimmt die alternative Versorgung,
wenn in den Spitälern das Angebot reduziert wird? Wie hoch sind die
Kosten dieser alternativen Versorgung? Und welche Einsparung bleibt
dann überhaupt unterm Strich über?", hinterfragt Frais sachlich.
Entsprechend der statistischen Datenbasis haben die Experten in der
Spitalsreformkommis-sion berechnet, dass zirka 10 Prozent der
Krankenhausbetten in Oberösterreich eingespart werden können.
Tatsächlich sind aber gerade in diesen Krankenhausbetten pro Jahr
zehntausende PatientInnen versorgt worden. Wo diese PatientInnen in
Zukunft alternativ versorgt werden sollen, bleibt völlig unklar: Im
Reformpapier finden sich zu diesem wesentlichen Thema nur semantische
Allgemeinplätze wie "Weiterentwicklung und Anpassung des
medizinischen Leistungsangebots entsprechend der zu erwartenden
demographischen Entwicklung".
"Wenn auf der einen Seite die Einsparungen konkret aufgelistet
werden, dann müssen umgekehrt im Sinne einer verantwortungsvollen
Gesundheitspolitik auch die Alternativstrukturen genau ausgearbeitet
werden. Diese fehlen aber in den bisher von Kommissionsleiter Bayer
präsentierten Papieren. Die SPÖ wird daher im Interesse der
PatientInnen bei jeder Reformmaßnahme in jedem Krankenhaus die
alternativen Versorgungsstrukturen ins Zentrum rücken. Schließlich
kann es nicht Sinn und Zweck der Reform sein, durch Einsparungen im
Angebot Engpässe in der Gesundheitsversorgung zu produzieren! Die
Menschen sind ja nicht plötzlich weniger oft krank, nur weil es
weniger Betten in den Krankenhäusern gibt - das muss den Experten
auch abseits jeder statistischen Daten klar sein", betont Frais.
Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313
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