Oö. Spitalsreform: Ja zum Sparen, aber nicht zulasten der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung

Frais: "Wer Spitalsbetten einspart, muss auch die Versorgungsalternativen schaffen!"

Linz (OTS) - "Der zentrale Anspruch der SPÖ für die anstehende Spitalsreform ist, dass die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung auf dem bisherigen Niveau erhalten bleibt. Einsparungen dürfen nicht zu Verschlechterungen führen", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was mit den zehntausen-den PatientInnen passieren soll, die bislang in jenen Krankenhausbetten versorgt wurden, die laut Spitalsreformkommission eingespart werden sollen. "Wer übernimmt die alternative Versorgung, wenn in den Spitälern das Angebot reduziert wird? Wie hoch sind die Kosten dieser alternativen Versorgung? Und welche Einsparung bleibt dann überhaupt unterm Strich über?", hinterfragt Frais sachlich.

Entsprechend der statistischen Datenbasis haben die Experten in der Spitalsreformkommis-sion berechnet, dass zirka 10 Prozent der Krankenhausbetten in Oberösterreich eingespart werden können. Tatsächlich sind aber gerade in diesen Krankenhausbetten pro Jahr zehntausende PatientInnen versorgt worden. Wo diese PatientInnen in Zukunft alternativ versorgt werden sollen, bleibt völlig unklar: Im Reformpapier finden sich zu diesem wesentlichen Thema nur semantische Allgemeinplätze wie "Weiterentwicklung und Anpassung des medizinischen Leistungsangebots entsprechend der zu erwartenden demographischen Entwicklung".

"Wenn auf der einen Seite die Einsparungen konkret aufgelistet werden, dann müssen umgekehrt im Sinne einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik auch die Alternativstrukturen genau ausgearbeitet werden. Diese fehlen aber in den bisher von Kommissionsleiter Bayer präsentierten Papieren. Die SPÖ wird daher im Interesse der PatientInnen bei jeder Reformmaßnahme in jedem Krankenhaus die alternativen Versorgungsstrukturen ins Zentrum rücken. Schließlich kann es nicht Sinn und Zweck der Reform sein, durch Einsparungen im Angebot Engpässe in der Gesundheitsversorgung zu produzieren! Die Menschen sind ja nicht plötzlich weniger oft krank, nur weil es weniger Betten in den Krankenhäusern gibt - das muss den Experten auch abseits jeder statistischen Daten klar sein", betont Frais.

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