Hundstorfer: Erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort - seit 13 Monaten geht Arbeitslosigkeit zurück

Industrie und Bau tragen stark zu sinkender Arbeitslosigkeit bei - Beschäftigtenzahl steigt um 69.000 an und bleibt auf Rekordhöhe

Wien (OTS/BMASK) - "Die positive Arbeitsmarktentwicklung geht erfreulicherweise weiter: vor genau einem Jahr sank Österreichs Arbeitslosigkeit erstmals seit Beginn der großen Wirtschaftskrise. Nun sinkt die Arbeitslosigkeit bereits den 13. Monat in Folge", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Freitag nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Monat März. Im März sinkt die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 13.733 auf 252.587 Personen oder um 5,2 Prozent. Die Aktivbeschäftigung steigt um 69.000 Personen und damit so stark wie selten in der 2. Republik. Der Arbeitslosigkeit geht deutlich zurück (-13.733 auf 252.587, oder minus 5,2 Prozent) und die AMS-Schulungen werden von den krisenbedingten Höchstständen weiter verringert - im März befanden 69.515 Personen in Qualifizierungsprogrammen, das sind um 17,3 Prozent oder 14.502 Personen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Zählt man Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammen, so ergibt sich sogar ein Rückgang bei den Beschäftigungslosen um 8,1 Prozent oder 28.235 Personen, sagte der Sozialminister. ****

"Die erfolgreiche Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsentwicklung ist auch die beste Form der Budgetsanierung: nach derzeitigem Stand wird die Arbeitsmarktpolitik zusätzlich zu den im Budget vereinbarten Einsparungen 2011 mehr als 260 Millionen Euro zur Verringerung des Budgetdefizits beitragen. Grund dafür ist, dass die Arbeitsmarktentwicklung derzeit weit besser als prognostiziert verläuft", betonte Hundstorfer. Überdurchschnittlich stark sinkt die Jugendarbeitslosigkeit (-3.116 oder minus 7,5 Prozent). Aus diesem Grund schließt sich die Lehrstellenlücke weiter: 4.654 Lehrstellensuchenden (+2,9 Prozent) stehen mit 3.453 um 10,4 Prozent mehr offene Lehrstellen zur Verfügung. Viele der Jugendlichen die jetzt unterjährig eine Lehrstelle suchen, haben bereits eine Lehre begonnen aber abgebrochen oder sind SchulabbrecherInnen. Die Ausbildungsgarantie gilt selbstverständlich weiterhin, erklärt der Sozialminister.

Bau und Industrie tragen zur stark sinkenden Arbeitslosigkeit von Männern bei (-16.475 Personen oder minus 10,1 Prozent). Da im Tourismus viele Frauen beschäftigt werden, bewirkt vor allem der Saisoneffekt leicht steigende Frauenarbeitslosigkeit (+2.742, +2,6 Prozent). Inklusive Schulungen (-6.002) sinkt jedoch auch die Frauenarbeitslosigkeit um 3.260. Die um 16,4 Prozent steigende Zahl an offenen Stellen (+4.602 auf 32.685) steigert für Arbeitslose die Chancen rasch eine neue Beschäftigung zu finden.

Zu spüren sei ein negativer Saisoneffekt, erklärte Hundstorfer. Weil letztes Jahr der Monatswechsel in die Karwoche gefallen sei und dadurch Hochsaison im Tourismus herrschte, steigt heuer im Vorjahresvergleich die Arbeitslosigkeit im Tourismus um 10,5 Prozent. Trotz dieses negativen Ostereffekts sinkt die Arbeitslosigkeit im Handel um 7,6 Prozent. Nach wie vor sinkt die Arbeitslosigkeit in der Industrie (-23,8 Prozent) und am Bau (-19,6 Prozent) besonders kräftig.

Die Arbeitslosigkeit geht in sieben Bundesländern zurück. Saisonbedingt steigt sie im Tourismusbundesland Tirol (+4,1%) und in Wien. In Wien sinkt die Zahl der Arbeitslosen jedoch ebenfalls, bezieht man die SchulungsteilnehmerInnen mit ein (+6.291 Arbeitslose, -8.073 SchulungsteilnehmerInnen, zusammen -1.782). In Vorarlberg geht mit -21,3 Prozent die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück gefolgt von Oberösterreich (-18 Prozent) und der Steiermark (-15,9 Prozent). (Schluss)

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