Drei Taucher retten Bier in Kübeln

Die Entdeckung einer Hofstettner Kultmarke

St. Martin/Linz (OTS) - Das Geheimnis einer Mühlviertler Biertaufe wurde unlängst anlässlich einer Pressekonferenz im Linzer Traditionswirtshaus "Alte Welt" gelüftet, wo das berühmte Hofstettner Zwickelbier nach langer Abstinenz endlich wieder zu haben ist. Dass diese Köstlichkeit überhaupt für die Öffentlichkeit gerettet und als "Kübelbier" bekannt werden konnte, ist ein Verdienst der Feuerwehrtaucher von St. Martin in Mühlkreis.

Bereits vor 500 Jahren zapften die Mühlviertler Brauarbeiter zu besonderen Anlässen das unfiltrierte, naturtrübe Vollbier direkt und ganz frisch vom Fass in einen Kübel, aus dem dann gemeinsam getrunken wurde. Weil dabei Eiweiß-, Hefe- und Hopfenaromastoffe erhalten blieben, schmeckte dieses Bier süffig und rund wie kein anderes. Kein Wunder also, dass Senior-Braumeister Franz Krammer diese alte Tradition wieder aufleben lassen wollte.

Heldenhafte Rettung aus der Tiefe

Doch dieser Plan erwies sich als schwierig. Denn im Braukeller befanden sich tausende Hektoliter Bier in voller Gärung. Und jeder, der sich in die Tiefe gewagt hätte, um einen Kübel abzuzapfen, wäre in einer dichten Wolke aus Kohlendioxid umgekommen. Doch als beherzter Feuerwehrtaucher startete Franz Krammer gemeinsam mit seinen Kameraden Fredi Hartl und Arnold Haas einen legendären Einsatz zur Rettung des Kübelbieres. Die drei Taucher warfen sich in volle Montur mit Pressluftflasche, Atemgerät und Taucherbrille, schnappten sich jeder einen Kübel und verschwanden im luftleeren Abgrund des Hofstettner Bierkellers. Nach einer bangen Viertelstunde tauchten die Helden mit einem wahren Schatz in den Händen wieder auf. Gerüchten zufolge sollen die wertvollen Kübel sogar mit Blaulicht zu einem geheimen Festort eskortiert worden sein, wo sie für wahre Begeisterung sorgten.

Original-Kübelbier aus der Flasche

Seither wurden die Hofstettner Biertaucher immer öfter angefordert, wenn es im Dorf was zum Feiern gab. Rasch wurde das Kübelbier berühmt und die Nachfrage so groß, dass Krammer und seine Kameraden gar nicht mehr aus dem Taucheranzug heraus gekommen wären. Also beschloss man kurzerhand, dieses trübe Bier als erste Brauerei Österreichs in Flaschen abzufüllen und professionell zu vermarkten. Aber wie sollte das neue Bier heißen? Zwickel wäre zwar korrekt, aber für ein Bier mit einer solchen Geschichte viel zu bieder. Daher wurden die Weisen des Dorfes befragt und die ließen nicht den geringsten Zweifel: "Seit zig Jahren trinken wir jetzt das Original-Kübelbier - und genau das wollen wir auch weiterhin haben!" Denn auch aus der Flasche sorgt das Original Hofstettner Kübelbier für Begeisterung: zum Beispiel mit zwei ersten Plätzen beim Bierfestival Hallein 2005 und 2008 oder mit dem "Culinarix" in Gold bei der OÖ Bierprämierung 2010. Und dass diese Begeisterung wirklich grenzenlos ist, beweist die starke Nachfrage aus den USA, wohin die Mühlviertler Bierspezialität mittlerweile kübelweise exportiert wird.

Ein Bier kommt aus Amerika nach Hause

Die Alte Welt am Linzer Hauptplatz war das erste Wirtshaus, das schon in den Achtzigern Hofstettner Kübelbier ausschenkte und damit Kultstatus erlangte. Nach einigen Jahren Abstinenz ist die Hofstettner Bierspezialität jetzt wieder "nach Hause" - auf die Karte des bodenständigen Restaurants zurückgekehrt. Wie in alten Zeiten kann man hier Wirtsstube, Cafe, Kulturkeller und Gastgarten genießen und sich an Thomas Wenzel's Küche erfreuen, in der vom Schweinsbratl bis zur vegetarischen Küche immer alles frisch zubereitet ist. Kühles Kübelbier und warme Küche gibt's in der Alten Welt ab 1. April über die bisherigen Öffnungszeiten hinaus jeden Donnerstag, Freitag und Samstag sogar bis halb zwei Uhr früh!

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Brauerei Hofstetten, Peter Krammer
Adsdorf 5, A-4113 St. Martin
Tel.: +43(0)7232 2204 12, bier@hofstetten.at, www.hofstetten.at

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