• 31.03.2011, 12:46:32
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Danhel: Familie soll "Querschnittmaterie" für Politik werden

Leiter des kirchlichen Instituts für Ehe und Familie bei Tagung europäischer Bischofkonferenzen

Budapest, 31.03.11 (KAP) Für eine umfassende Neuausrichtung der
Politik und ihrer verschiedenen Felder an der Familie hat sich der
Leiter des kirchlichen Instituts für Ehe und Familie (IEF), Prof.
Günter Danhel, ausgesprochen. Familienpolitik solle als
"Querschnittmaterie" begriffen werden. Schon das vor 30 Jahren
veröffentlichte, jedoch unzureichend rezipierte Lehrschreiben
"Familiaris consortio" von Papst Johannes Paul II. habe eine "klare
Perspektive für die Weiterentwicklung der staatlichen
Familienpolitik gewiesen", erinnerte Danhel im Rahmen einer Tagung
am Donnerstag in Budapest, die anlässlich des Jubiläums des
wegweisenden Dokuments vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen
(CCEE) veranstaltet wurde.

Familienpolitik solle demnach nicht nur "ein isolierter Sektor neben
vielen anderen" sein, "sondern als durchgängiges Gestaltungsprinzip,
das der wechselseitigen Abhängigkeit aller Politikfelder Rechnung
trägt", so Danhel.

Danhel plädierte dafür, die politischen Familienrechte auszubauen.
Dazu gehöre eine "zumindest gleich effektive Interessensvertretung
wie etwa im Seniorenbereich" und die Einführung eines
Kinderwahlrechts, das die Eltern bis zu einem festzulegenden Alter
des Kindes stellvertretend ausüben. Der Einfluss von Familie auf die
Politik könne damit gestärkt und die Politik veranlasst werden, sich
vermehrt für Familienbelange einzusetzen.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) rme/gpu/

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