Wr. Gemeinderat - Karner-Kremser: "Ausstieg aus Atomkraft unabdingbar"

Wien (OTS/SPW-K) - Energie sei zunehmend zu einem Mittel der wirtschaftlichen Kontrolle mit oftmals katastrophalen Folgen geworden, betonte heute, Donnerstag, SP-Gemeinderätin Waltraud Karner-Kremser im Rahmen der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderats. Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, die zwar einen wirtschaftlichen Schaden von 19 Milliarden US-Dollar und unabsehbare Schäden für den Ozean, aber keine Konsequenzen für die Verursacher gebracht habe, versuche sich nach der Katastrophe in Japan nun die Atomlobby mit einer "Mär vom billigen Atomstrom" aus der Affäre zu ziehen.

"Diese Sache geht uns alle an", machte die Gemeinderätin klar: "Wenn der Worst Case eintritt und Plutonium austritt, dann ist in der Region für 250.000 Jahre oder 3.000 Generationen kein Leben mehr möglich". Der Ausstieg aus der Atomenergie sei daher unabdingbar:
"Solange im Zuge des Euratom-Vertrags massive Förderungen vergeben werden, solange werden auch weitere Atomkraftwerke gebaut", so Karner-Kremser, die die SPÖ-Forderung unterstreicht, diese Gelder in den Ausstieg zu investieren.

Karner-Kremser plädierte für einen sensibleren Umgang mit dem Thema Energie und der Beschäftigung mit der Frage, wie Energie auch im kleinteiligen Bereich eingespart werden könnte. Die Stadt Wien habe eine Reihe von großen und kleinen Projekte und Maßnahmen geschaffen, um zu mehr Energieeffizienz zu gelangen. "Dazu gehört etwa der ÖkoBusinessplan, der in enger Kooperation mit der Wiener Wirtschaft, erstellt und erfüllt wird. Seit dem Beginn konnten beispielweise 241 Mio. Kilowattstunden an Energie sowie 119 Tonnen Abfall eingespart werden. Das ist eine Bilanz, die sich wirklich sehen lassen kann", so Karner-Kremser abschließend. (Schluss) lok

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