- 31.03.2011, 11:02:41
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Bischof Bünker auf Visitation in Salzburg und Tirol
Am kommenden Sonntag beginnt der achttägige Besuch
Salzburg/Innsbruck (OTS/epdÖ) - Der Bischof der
evangelisch-lutherischen Kirche, Michael Bünker, visitiert von 3. bis
10. April die Superintendenz Salzburg-Tirol. "Die evangelische Kirche
in Salzburg und Tirol ist die jüngste Diözese in Österreich", erklärt
der Bischof gegenüber epd Ö, und bewähre sich als Diasporakirche.
Ihre Geschichte sei geprägt von der Vertreibung der Protestanten, die
Diskriminierung habe bis ins 20. Jahrhundert gereicht. Heute
allerdings "sind wir froh über die gute ökumenische Zusammenarbeit",
betont der Bischof, der im Rahmen seiner ersten Visitation in
Salzburg und Tirol gemeinsam mit Superintendentin Luise Müller auch
mit den katholischen Bischöfen Manfred Scheuer und Alois Kothgasser
zusammentreffen wird. "Ökumenisch verantwortet werden etwa gemeinsame
Gottesdienste, Bildungsangebote, theologische Arbeit mit den
Theologischen Fakultäten in Salzburg und Innsbruck, die 'Aktion
Autofasten' und natürlich die 'Lange Nacht der Kirchen'", erläutert
Superintendentin Müller die Zusammenarbeit.
Bei dem achttägigen Besuch stehen Begegnungen in mehreren
diakonischen Einrichtungen auf dem Programm, wie etwa im
Montessori-Kinderhaus in Salzburg oder im Diakoniezentrum, wo Bünker
am Sonntagabend auch einen Gottesdienst feiern wird. In der
vielfältigen diakonischen Arbeit sieht Bünker einen Schwerpunkt der
Diözese, deren Leben heute stark von Mobilität geprägt sei. Durch den
Tourismus vervielfache sich in den Urlaubssaisonen die Zahl der
Evangelischen, was für die Diözese einen weiteren Schwerpunkt setze
und zugleich eine "besondere Herausforderung" bedeute. "Aus diesem
Grund bieten wir an vielen Orten im Sommer und im Winter zusätzliche
Gottesdienste an, Urlauberseelsorger aus Deutschland unterstützen
uns" erklärt Müller.
Im Rahmen seiner Visitation wird Bünker mit zahlreichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedenen Bereichen des
kirchlichen Lebens zusammentreffen, wie etwa aus der
Militärseelsorge, dem Religionsunterricht, der Bildungs-, der
Lektoren- und der Jugendarbeit. Geplant sind weiters Begegnungen mit
Vertretern des politischen Lebens. Am Mittwoch, 6. April, besucht der
Bischof die Gedenkstätte in Kaprun, bereits am Sonntag ist Bünker zu
Gast in der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Salzburg. Ebenso wird
Bünker, der auf der Visitation von Superintendentin Luise Müller,
Superintendentialkurator Eckart Fussenegger und Mitgliedern des
Superintendentialausschusses begleitet wird, mit Oberkirchenrat Raoul
Kneucker, Oberkirchenrat Karl Schiefermair und Fachinspektor Peter
Pröglhöf am Freitag, 8. April, die Montessorischule in Salzburg
besuchen. Die Salzburger Pfarrerinnen und Pfarrer trifft Bünker am
Montag, deren Tiroler KollegInnen am Donnerstag, am Freitag steht
eine Begegnung mit den Kuratorinnen und Kuratoren auf dem Programm.
Den Abschluss der Visitation bildet ein Gottesdienst in der
Christuskirche in Innsbruck (Sonntag, 10. April).
In der Diözese Salzburg-Tirol leben etwa 30.000 Evangelische in 16
Pfarrgemeinden. Sitz der Superintendentur ist Innsbruck. Die
Geschichte der Diözese ist eine schmerzvolle: Die Vertreibungen aus
den verschiedenen Landstrichen zogen sich über Jahrhunderte hin -
angefangen mit der Vertreibung der Defregger im Winter 1684 über die
Vertreibung der Salzburger 1731 bis hin zur Vertreibung der
Zillertaler 1837. Erst 1863 gab es die erste evangelische
Pfarrgemeinde in Salzburg, 1876 erfolgte die Gründung der ersten
Tiroler Gemeinde in Innsbruck.
Rückfragehinweis:
epdÖ
Dr. Thomas Dasek
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
mailto:[email protected]
http://www.evang.at
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