• 30.03.2011, 21:23:38
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Den Mund halten (von Claudia Grabner)

Ausgabe 31. März 2011

Klagenfurt (OTS) - Mitunter kann es hurtig gehen mit dem
Imageverlust. Zack - vergessen und vorbei ist alles, wofür sich noch
bis vor Kurzem Schulterklopfer fanden. Josef Pröll, den man dareinst
als "eigentlichen" Bundeskanzler, der sich den "echten" Bundeskanzler
als Prügelknaben an seinem Gängelbandl hielt, besehen hat, ist so ein
Fall für den wundersamen Abstieg. Vom Krankenbett aus muss er seine
Demontage mitverfolgen - mehr oder weniger unfähig, dagegen aktiv
anzukämpfen. Mit Hurra-Geschrei werden sich (wetten, dass?) mehr und
mehr Parteigenossen aus der Deckung wagen - und das anprangern, was
sie bislang verteidigt haben. Prölls Führungsstil etwa. Seine
Personal- Entscheidungen. Seine Bünde-Kompromisse. Sehr schnell wird
sehr viel sehr anders gesehen. Und das ist das eigentlich
Unappetitliche an der ganzen Polit-Szenerie: Dass man so lange den
Mund hält. Nicht aufmuckt im Namen der Partei respektive der eigenen
Bevorteilungen ...

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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