- 27.03.2011, 08:00:32
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"trend": Baustoffgruppe Asamer bangt um ihr 125-Millionen-Euro-Investment in Libyen
Manfred Asamer: "Notfalls als Versicherungsfall abwickeln"
Wien (OTS) - Der oberösterreichische Baustoff-Unternehmer Manfred
Asamer bereitet für seine 2008 übernommenen drei Zementwerke in
Libyen den Worst Case vor, schreibt das Wirtschaftsmagazin "trend" in
seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. In den derzeit still gelegten
Werken in der Gegend der Rebellen-Hochburg Benghazi, die in einem
Joint Venture mit dem libyschen Staatsfonds ESDF betrieben werden,
sind derzeit noch 180 von ehemals 2600 Mitarbeitern verblieben; an
eine Wiederaufnahme der Produktion ist derzeit nicht zu denken. "Wenn
wir keinen Zutritt mehr zu den Werken haben, können wir nichts
machen, als einen Versicherungsfall abzuwickeln", sagt Asamer. Dieser
Fall ist laut "trend" denkbar, falls etwa die Aufständischen mit
Hilfe der Allierten den Kampf gegen den Muammar al-Gaddafi gewinnen
und alle bisherigen Geschäftspartner des Diktators in Frage stellen.
Undenkbar ist es für Asamer, der einen Hilfskonvoi für die
Krankenhäuser Benghazis organisiert, noch länger mit al-Gaddafi
Geschäfte zu machen: "Das kann ich mir nicht vorstellen, solange die
internationale Ächtung des Regimes anhält." Die Investitionen der
Baustoffgruppe von rund 125 Millionen Euro, davon 110 Millionen Euro
finanziert von einem Konsortium aus RLB OÖ, Sparkasse OÖ, RLB NÖ-Wien
und der heutigen Raiffeisen Bank International, seien zu 95 Prozent
abgesichert, so Asamer: "Und der darüber hinausgehende Schaden - etwa
auf künftige Geschäfte - wird durch ein bilaterales
Investitionsschutzabkommen abgesichert."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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