- 27.03.2011, 08:00:31
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"trend": Mitterlehner prognostiziert höhere Energiepreise
Wirtschaftsminister Mitterlehner verteidigt die hohe Mineralölsteuer. Die Anti-Atom-Inititative von Bundeskanzler Faymann hält er für parteipolitisch motiviert.
Wien (OTS) - Für den Endverbraucher sieht Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner teure Zeiten heranbrechen. Im Interview mit dem
Wirtschaftsmagazin "trend" sagt Mitterlehner: "Energie wird knapper
werden, dadurch gehen die Preise mittelfristig nach oben."
Langfristig gebe es "keine Alternative dazu, möglichst viele
erneuerbare Energien anzubieten und die Effizienz zu steigern. Wir
brauchen E-Mobility, müssen aber auch den öffentlichen Verkehr
ausbauen." Trotz Kritik hält er auch "aus Umweltschutzgründen" am
hohen Benzinpreis fest: "Wir werden die Mineralölsteuer nicht senken.
Wir müssen erklären, dass Benzin nicht ein Produkt ist, das die
Regierung erzeugt oder vertreibt, sondern das weltweit gehandelt
wird."
Der Wirtschaftsminister plagt im übrigen die Angst vor dem
tschechischen AKW Temelin, denn: "Mein Heimatort liegt in der
50-Kilometer-Zone, die besonders gefährdet ist." Er sei schon immer
gegen Atomenergie gewesen: "Der Anti-Temelin-Kleber ist schon seit
Jahren an meinem Haus im Mühlviertel." Die Anti-Atom-Inititative von
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) will er "natürlich" unterstützen,
allerdings mit Einschränkungen. "Wir müssen nur aufpassen, dass wir
nicht den Eindruck erwecken, wir könnten den anderen befehlen, was zu
tun ist. Der Bundeskanzler hat es in Brüssel in der Hand, diese
Änderungen mit zu beeinflussen. Dass er da auf Parteiebene mit der
SPD ein Volksbegehren braucht, über das er dann selber
mitentscheidet, halte ich für eine sehr zweischneidige,
offensichtlich auch parteipolitisch motivierte Angelegenheit."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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