• 24.03.2011, 09:20:56
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Tod nach Klapperschlangenbiss: Unfälle mit Exoten sind hausgemacht

VIER PFOTEN fordert Verbot der privaten Exotenhaltung in Österreich

Wien (OTS) - In Kärnten starb am gestrigen Mittwoch ein Mann nach
dem Biss einer Klapperschlange. Dieser tragische Unfall folgt nur
wenige Tage auf den Tod eines Kleinkindes, das sich bei einem in der
Wohnung gehaltenen Waran mit Salmonellen angesteckt hatte. Für VIER
PFOTEN ist dies die traurige Konsequenz aus der Tatsache, dass sich
exotische Tiere nicht für die Heimhaltung eignen.

Ein vierzig Jahre alter Mann war auf Besuch bei einem Bekannten,
der einen privaten Reptilienzoo unterhält. Während der Zoobetreiber
nicht im Zimmer war, öffnete der Mann das Terrarium der hochgiftigen
Klapperschlange und griff hinein. Die Schlange biss zu - der Mann
starb nur wenige Stunden später an der Vergiftung. Es ist dies
bereits der zweite tödliche Unfall mit Exoten innerhalb weniger Tage.
Erst vor knapp zwei Wochen starb ein Kleinkind in Stockerau, das sich
bei dem von der Familie illegal gehaltenen Waran mit einer seltenen
Salmonellenart angesteckt hatte. Johanna Stadler, Geschäftsführerin
von VIER PFOTEN, erklärt: "Beide Unfälle scheinen der
Berichterstattung zufolge auf der Unwissenheit der Tierhalter zu
basieren. Viele Menschen wissen nicht über die Haltungsanforderungen
und triebhaften Reaktionsweisen von exotischen Tieren Bescheid.
Exoten sind Tiere, die auf menschliche Interaktion keinen Wert legen,
und nicht berührt werden wollen. Tierhalter setzen das Streicheln
eines Tieres aber leider auch im Falle von Exoten oft mit Tierliebe
gleich."

Die Haltung von Exoten ist extrem anforderungs- und
wartungsintensiv. Doch Kaufinteressenten auf Messen oder in
Zoofachgeschäften werden selten ausreichend informiert. "Das Ergebnis
dessen ist dann Qual für das Tier durch falsche Haltung und Gefahr
für die Menschen - sogar Lebensgefahr, wie die vergangenen Fälle
gezeigt haben", betont Johanna Stadler. VIER PFOTEN fordert daher ein
nachhaltiges Umdenken seitens der Gesetzgeber: "Exotenhaltung auf
privater Basis muss verboten werden. Die Risken für Mensch und Tier
sind zu hoch", sagt Stadler: "Doch auch den Exotenfreunden muss
endlich klar werden, dass sie ihren Lieblingstieren nichts Gutes
tun, wenn sie sie in ihre eigenen vier Wände holen."

Rückfragehinweis:

Mag. Nunu Kaller
   Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66       
   Mobile: +43 664 308 63 03
   Fax: +43 1 545 50 20-99
   [email protected]

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