- 24.03.2011, 08:27:25
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EANS-News: airberlin: Wesentliche strategische Entscheidungen in 2010
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Utl.: Deutsche Airline will mit oneworld weiter wachsen – Umsatz stieg auf 3,72
Mrd. Euro, Passagierzahlen auf 33,6 Millionen – Nettoverschuldung um weitere
84,9 Mio. Euro reduziert – negatives EBIT von 9,3 Mio. Euro
London/Berlin (euro adhoc) - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft airberlin
wird sich im laufenden und kommenden Jahr intensiv für die im Frühjahr 2012
vorgesehene Mitgliedschaft in der internationalen Luftfahrtallianz oneworld®
vorbereiten, ihr Angebot im Interkontinentalverkehr erhöhen und ihr Geschäft im
osteuropäischen Raum strategisch ausbauen. Hauptabsatzmarkt bleibt Deutschland,
Österreich und die Schweiz sowie der Einzugsbereich ihres großen Drehkreuzes in
Palma de Mallorca (Spanien). airberlin erwartet deshalb für 2011 einen weiteren
Anstieg der Zahl ihrer Passagiere und eine Umsatzsteigerung. CEO Joachim Hunold
sagte dazu auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens am Donnerstag in
Berlin: "Mit dem Ertragsverlauf des Jahres 2010 können wir nicht zufrieden sein.
airberlin hat sich aber durch wesentliche strategische Weichenstellungen auf die
Zukunft vorbereitet." Dazu zählte Hunold die Vereinbarung über die
Mitgliedschaft bei oneworld, die Aufstockung der Beteiligung an der NIKI
Luftfahrt GmbH und deren Vollkonsolidierung. "Die oneworld Entscheidung ist eine
der bedeutendsten strategischen Schritte in der Geschichte von airberlin, und
mit NIKI eröffnen sich für uns attraktive Wachstumschancen insbesondere im
osteuropäischen Raum", sagte Hunold.
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Air Berlin PLC 2010 ihren Umsatz um 1,1 Prozent
auf 3,72 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,68 Mrd. Euro - immer mit TUIfly City-Strecken und
ab Juli 2010 NIKI Luftfahrt GmbH) und die Zahl ihrer Passagiere um 3,8 Prozent
auf 33,6 Mio. erhöhen können und damit einen neuen Passagierrekord verbucht.
Trotzdem blieb das Ergebnis durch strenge Winter in Europa und die infolge des
isländischen Vulkanausbruchs erfolgte tagelange Luftraumsperrung, aber auch
durch den Fluglotsenstreik in Spanien und die Ankündigung von Streikmaßnahmen
bei der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG hinter den Erwartungen zurück. Das
EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten) stieg
dennoch von 607,1 Mio. Euro auf 618,5 Mio. Euro. Das EBIT (operatives Ergebnis
vor Zinsen und Steuern) reduzierte sich dagegen von 29 Mio. Euro auf -9,3 Mio.
Euro. Das Finanzergebnis hat sich von -59,3 Mio. auf -133,3 Mio. abgeschwächt,
das Eigenkapital geht von 610 Mio. Euro auf 505,3 Mio. Euro zurück. Als Grund
nannte airberlin Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer den Rückkauf des größten Teils
einer im August 2009 begebenen Wandelanleihe. "Durch diese Transaktion haben wir
die Verwässerung des Vermögensanteils unserer Aktionäre vermieden, und unsere
Finanzierungskosten werden sich bis 2014 um rund 76 Mio. Euro verringern", sagte
Hüttmeyer. Auch ihre Nettoverschuldung hat airberlin um weitere 84,9 Mio. Euro
(15 Prozent) reduziert. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2010 beläuft
sich auf -141,6 Mio. Euro nach
-29,5 Mio. Euro in 2009.
Vorbereitungen auf oneworld
"Die Einladung von oneworld an airberlin, im kommenden Jahr Mitglied der
internationalen Airline-Allianz zu werden, schafft die Voraussetzungen für den
Anschluss an weitere wichtige Märkte wie Nordamerika, Russland sowie Fernost und
damit weiteres stabiles Wachstum", sagte Hunold. airberlin bereitet sich daher
intensiv auf den im nächsten Jahr geplanten Beitritt vor. Dazu zähle, so der
airberlin CEO, bereits ab Sommer 2011 die Erweiterung des Angebots im
Interkontinentalverkehr, wie die Erhöhung der Frequenzen nach San Francisco, Los
Angeles, Florida, New York und Vancouver. Weitere Beispiele sind die bilateralen
Kooperationsvereinbarungen zum Sammeln und Einlösen von topbonus Meilen auf
allen anrechenbaren Flügen im oneworld Netz und ein erweiterter Zugang zu
Airport-Lounges der oneworld Partner ebenso wie bilaterale Abkommen mit den
Partner-Airlines zur Durchführung von Flügen unter gemeinsamer Flugnummer.
Solche Codeshare-Abkommen wurden bereits mit American Airlines, Finnair und S7
abgeschlossen; mit British Airways und Iberia befindet sich airberlin derzeit in
Verhandlungen, die gute Fortschritte machen.
Vollkonsolidierung von NIKI Luftfahrt GmbH
Im Juli 2010 hat die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG weitere 25,9 Prozent
der Anteile an der NIKI Luftfahrt GmbH von der Privatstiftung Lauda erworben und
dadurch ihre Beteiligung an der NIKI Luftfahrt GmbH von 24 Prozent auf 49,9
Prozent aufgestockt. Die NIKI Luftfahrt GmbH wird seitdem in der airberlin group
vollkonsolidiert. Sie wird ein rechtlich selbstständiges Unternehmen mit eigener
Geschäftsführung bleiben. Hunold: "Die Erhöhung der Beteiligung war nach Jahren
der erfolgreichen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit NIKI eine logische
Weiterentwicklung. Durch NIKI haben wir den Markt Österreich komplett
erschlossen und damit das eigene Netz sinnvoll ergänzt und verbreitert. NIKI´s
Heimatflughafen Wien entwickelt sich immer mehr zu einem weiteren wichtigen
Drehkreuz unserer Gruppe."
Mehr Geschäftskunden und mehr Komfort
"airberlin profitiert von der Erholung der Geschäftskunden-Reisen", erklärte
airberlin Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer. In einem harten Wettbewerbsumfeld habe
airberlin die Zahl der Firmenverträge erneut steigern können auf jetzt 1.441,
ein Plus von 286 gegenüber 2009. Für kleine und mittelständische Unternehmen ab
drei festangestellten Mitarbeitern habe airberlin zudem vor einem Jahr ein
Corporate Programm eingeführt, die business points, für das sich bis Ende 2010
bereits 5.942 Firmen angemeldet haben. Hunold: "airberlin etabliert sich damit
zunehmend auch als Business Carrier." Dazu trage auch die wachsende Zahl von
Teilnehmern am Frequent Flyer Programm, topbonus, bei. Seit April 2006 konnte
airberlin die Teilnehmerzahl um 44 Prozent auf jetzt mehr als 2,4 Millionen
steigern.
airberlin wird den Komfort auf ihren Langstreckenflügen ab November 2011 weiter
verbessern und ihre komplette Airbus A330-200 Flotte mit neuen Sitzen für die
Business und Economy Class ausstatten. Auch das Inflight Entertainment System
wird in beiden Klassen erneuert. Die neuen Sitze sowie das
Bordunterhaltungsprogramm werden sukzessive in die Kabine der Langstreckenflotte
eingebaut.
Integration der LTU
Die Integration der LTU wird planmäßig zum 1. April 2011 erfolgen. Dabei wird
der Flugbetrieb von LTU in airberlin aufgehen, und die Instandhaltungen in
Berlin, Düsseldorf und Köln in der airberlin technik zusammengefasst. "Wir haben
das Einverständnis der Arbeitnehmervertretungen und die Genehmigung der
Behörden. Wir rechnen mit spürbaren Einsparungen durch reduzierte Komplexität,
Abbau von Doppelstrukturen und Vereinfachung der Arbeitsabläufe", sagte Hunold.
Die LTU-Integration ist Teil des neuen Programms "Accelerate 2012". Dieses
Effizienzprogramm basiert auf den Säulen Erlösverbesserung, Kapazitätsanpassung
und Kostensenkung.
Prognose für airberlin
Für 2011 erwartet airberlin einen Anstieg der Zahl der Passagiere um vier bis
fünf Prozent bei gleichzeitiger Steigerung des Sitzladefaktors und einer
Steigerung des Umsatzes. "Das laufende Geschäftsjahr 2011 hat für uns zunächst
wieder neue Belastungen sowohl beim Umsatz als auch bei den Kosten gebracht",
sagte Hunold. Als Grund nannte er die politischen Umwälzungen in Tunesien und
Ägypten: "Als Marktführer in Ägypten wurden wir von den Flugausfällen und den
zurückgegangenen Buchungszahlen am härtesten getroffen." Im Zuge der politischen
Unsicherheiten haben zudem die Treibstoffpreise massiv angezogen. Diese
Zusatzbelastungen wird airberlin über Treibstoffzuschläge weitergeben. Als
weiteres Risiko nannte Hunold die Luftverkehrssteuer, die den Preisdruck in
Deutschland erhöhe und zu einer in ihrem Ausmaß schwer zu prognostizierenden
Veränderung des Nachfrageverhaltens führe. Dagegen stünden die positiven
Signale, wie Wirtschaftswachstum, sinkende Arbeitslosigkeit, Anstieg der
Geschäftskunden-Reisen und günstigeres Konsumklima. "Ich gehe davon aus, dass
wir 2011 ein positives operatives Ergebnis erreichen können, wenn die
Rahmenbedingungen sich nicht noch weiter verschlechtern", sagte Hunold.
Rückfragehinweis:
Uwe Berlinghoff
Director Corporate Communications airberlin
Tel.: +49 30 3434 1500
Fax: +49 30 3434 1509
Mail: [email protected]
Ende der Mitteilung euro adhoc
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Unternehmen: Air Berlin PLC
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