M. Ehrenhauser (Liste Martin) zu Korruption: "Weitere Rücktritte werden folgen"

Brüssel (OTS) - Strasser hat nun Anspruch auf 37.204,32 Euro Übergangsgeld und monatlich 464,15 Euro EU-Pensionszulage / Forderung nach Europäischem Glasnost / Parlamentarische Anfrage zu Strassers Lobbying Aktivitäten bei EU-Kommission

Der unabhängige EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser (Liste Martin) verlangt von Ernst Strasser, auf Übergangsgeld und Ruhegehalt zu verzichten. Strasser hatte zuletzt den Bezug von netto 6.200,72 Euro monatlich für sechs Monate trotz seinen privaten Einkünfte und 464,15 Euro monatlich zusätzlich zu seiner nationalen Politikerpension in einem Interview mit der Tageszeitung Österreich nicht ausgeschlossen.

"Die einzige logische Konsequenz kann für Strasser nur bedeuten, auf sämtliche Vergütungen als EU-Abgeodneter zu verzichten", ist das österreichische Mitglied im Haushaltskontrollausschuss des EU-Parlaments überzeugt.

Laut Ehrenhauser sei Strasser kein Einzelfall, sondern "nur einer von immer mehr Politikern, deren Gier stärker ist als deren moralische Grundsätze."

"Weitere Rücktritte werden folgen. Wir können aber nicht einfach nur die Personen austauschen, sondern müssen endlich auch die Regeln ändern. Es braucht ein europäisches Glasnost. Transparenz ist die wirksamste Waffe gegen Korruption. Politiker werden lernen, dass sie zu ihren Handlungen stehen müssen", kündigt Ehrenhauser an.

Ehrenhauser brachte eine parlamentarische Anfrage an die Kommission ein, um Licht in die Ziele und Hintergründe der Lobbying Aktivitäten von Ernst Strasser bei der EU-Kommission zu bringen. Laut seinen eigenen Aussagen habe er die Interessen eines Kunden gegenüber EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier vertreten.

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