• 21.03.2011, 14:10:27
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Knuts Tod zeigt: Eisbären sind für Zoos gänzlich ungeeignet

Wider besseres Wissen wird gezüchtet und werden Millionen verdient

Wien (OTS) - Der Tod von Eisbär Knut erschüttert alle Tierfreunde
und zeigt einmal mehr, dass Eisbären für die Zoohaltung gänzlich
ungeeignet sind. Der Österreichische Tierschutzverein fordert, auf
die Zoo-Haltung von Eisbären zu verzichten! Und er steht mit dieser
Forderung nicht alleine: Auch die EU empfiehlt, keine Eisbären in
Zoos zu halten. Weiterdenkende Zoos haben die Eisbärenhaltung bereits
aufgegeben. Im Tiergarten Schönbrunn hingegen will man sich dieser
Forderung nicht anschließen, im Gegenteil, das Eisbärengehege wird
erweitert.

Der Tod von Eisbär Knut war für den deutschen Zooexperten Frank
Albrecht nur eine Frage der Zeit. Fast alle Verwandten von Knut sind
frühzeitig gestorben. Albrecht sieht einen Zusammenhang zwischen
Inzest, Erbkrankheit und Stress und erklärt: "Lars, der Vater von
Knut, ist durch Inzest gezeugt worden. Die extrem hohe Sterberate der
Nachkommen bei Inzucht ist in Gefangenschaft keine Seltenheit, denn
das Risiko von Erbschäden ist bei Inzucht viel zu hoch. Lars hätte
also nie zur Zucht herangezogen werden dürfen."

Knut habe außerdem, so Albrecht weiter, Dauerstress mit den drei
erwachsenen Eisbärinnen gehabt, was den Krankheitsverlauf
möglicherweise beschleunigt habe. "Inzucht und Inzestzucht, die
mittlerweile in vielen zoologischen Einrichtungen fast schon Alltag
sind, sollten nun endlich auch in Zoogefangenschaft als Qualzucht
betrachtet und auch rechtlich verfolgt werden", fordern Zookritiker
Frank Albrecht und der Österreichische Tierschutzverein.

Rückfragehinweis:
Peter Gamsjäger
Pressesprecher
Österreichischer Tierschutzverein
Tel.: 0662 / 84 32 55-20

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