- 20.03.2011, 08:00:13
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"profil": Förderung des innovativen Films in der Kunstsektion des Ministeriums akut bedroht
Kulturministerin Claudia Schmied dementiert, verweigert aber jede Erklärung ihrer widersprüchlichen Entscheidungen
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte Österreichs
Kunstfilmförderung ernstlich bedroht sein. In der Branche regt sich
Widerstand gegen eine weitere Beschränkung des Etats für den
innovativen Film.
Ohne Erklärung hat Kulturministerin Claudia Schmied die nächste
Förderungssitzung der Filmabteilung der Kunstsektion auf Ende 2011
verschoben. Der Filmbeirat, zuständig für unabhängige und
experimentelle Filmprojekte, hat mit einem Jahresbudget von zwei
Millionen Euro international akklamierte Arbeiten wie "La pivellina"
oder die Werke Peter Tscherkasskys auf den Weg gebracht.
Filmabteilungsleiterin Barbara Fränzen darf derzeit keine Interviews
zu den Budget-Querelen geben. Und Sigrid Wilhelm, Schmieds
Pressesprecherin, äußerte sich zu den Neuigkeiten in der
Filmabteilung widersprüchlich. Es gebe "keinen finanziellen Engpass",
teilte sie mit, die Absage der Beiratsitzung sei "so entschieden
worden", und dies werde "so gehandhabt", wiederholte die
Pressesprecherin auf Nachfrage mehrmals. Das Filmbudget von zwei
Millionen Euro werde unangetastet bleiben, und man werde alle
Einreichungen "selbstverständlich" auch schon vor der nächsten
Beiratssitzung behandeln. Warum man dann einen Termin streichen
musste, blieb ungeklärt.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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