"profil": Förderung des innovativen Films in der Kunstsektion des Ministeriums akut bedroht

Kulturministerin Claudia Schmied dementiert, verweigert aber jede Erklärung ihrer widersprüchlichen Entscheidungen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte Österreichs Kunstfilmförderung ernstlich bedroht sein. In der Branche regt sich Widerstand gegen eine weitere Beschränkung des Etats für den innovativen Film.

Ohne Erklärung hat Kulturministerin Claudia Schmied die nächste Förderungssitzung der Filmabteilung der Kunstsektion auf Ende 2011 verschoben. Der Filmbeirat, zuständig für unabhängige und experimentelle Filmprojekte, hat mit einem Jahresbudget von zwei Millionen Euro international akklamierte Arbeiten wie "La pivellina" oder die Werke Peter Tscherkasskys auf den Weg gebracht. Filmabteilungsleiterin Barbara Fränzen darf derzeit keine Interviews zu den Budget-Querelen geben. Und Sigrid Wilhelm, Schmieds Pressesprecherin, äußerte sich zu den Neuigkeiten in der Filmabteilung widersprüchlich. Es gebe "keinen finanziellen Engpass", teilte sie mit, die Absage der Beiratsitzung sei "so entschieden worden", und dies werde "so gehandhabt", wiederholte die Pressesprecherin auf Nachfrage mehrmals. Das Filmbudget von zwei Millionen Euro werde unangetastet bleiben, und man werde alle Einreichungen "selbstverständlich" auch schon vor der nächsten Beiratssitzung behandeln. Warum man dann einen Termin streichen musste, blieb ungeklärt.

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