- 18.03.2011, 21:20:24
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Schönborn zu Japan: "Mitgefühl und Hilfsbereitschaft"
Wiener Erzbischof zelebrierte im Stephansdom "Gottesdienst für Japan" - Japanischer Botschafter war anwesend
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Wien (OTS) - Wien, 18.03.11 (PEW) Angesichts der gewaltigen
Katastrophe in Japan und des großen Leids so vieler Menschen könne
die erste Reaktion nur tiefes Mitgefühl und Anteilnahme sein, betonte
Kardinal Christoph Schönborn am Freitagabend beim "Gottesdienst für
Japan" im Wiener Stephansdom. Die zweite Reaktion müsse die der
Hilfsbereitschaft sein, so der Wiener Erzbischof: "Wo wir nicht
materiell helfen können, ist das Gebet Ausdruck der Verbundenheit".
Viele Menschen würden von der Frage umgetrieben, warum Gott solche
Katastrophen zulasse. Auf diese Frage gebe es keine Antwort,
erinnerte Schönborn. Vielmehr gehe es darum, sich darauf zu besinnen,
dass Jesus zur Umkehr und zur Hilfsbereitschaft gerufen hat. Wörtlich
sagte der Wiener Erzbischof: "Bitten wir Gott inständig um Frieden
für die Verstorbenen, um Hilfe für die Überlebenden, beten wir, dass
mehr Besinnung, mehr Güte, mehr Frieden, mehr Nächstenhilfe kommt".
Bereits am Beginn der Messfeier hatte der Kardinal den japanischen
Botschafter Shiego Iwatani und dessen Frau begrüßt. In seiner
liturgischen Begrüßung erinnerte Schönborn an die Opfer der
Erdbebenkatastrophe und des Tsunami, an die Sorge um die Entwicklung
im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, an die "vielen Menschen, die
alles verloren haben, ihre Lieben, ihre Häuser, ihren Besitz". Es
gehe darum, für diese Menschen um Hilfe, Trost und Stärke zu beten.
Konzelebranten des Kardinals waren u.a. die Weihbischöfe Franz Scharl
und Stephan Turnovszky sowie der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael
Landau.
Nach dem Gottesdienst entzündete Kardinal Schönborn unter dem
Lettner-Kreuz in der Vierung des Doms eine Fürbitt-Kerze. Die
Fürbitt-Kerze wird in den nächsten Tagen am linken nördlichen Pfeiler
der Vierung stehen. Für die "Gläubigen und Mitleidenden" gibt es die
Möglichkeit, auf einem Kerzenständer neben der Fürbitt-Kerze
Gedenkkerzen zu entzünden. (forts)
Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
E-Mail: [email protected]
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