- 18.03.2011, 09:08:45
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Geplante Massentötungen von Hunden in Rumänien: Aufruf von Mitgliedern des Europäischen Parlaments zur anstehenden Abstimmung
Wien (OTS) - Gestern hat die Europaabgeordnete und Vizepräsidentin
der Interessengruppe Tierschutz des Europaparlaments, Elisabeth
Jeggle, einen Aufruf an den Staatspräsidenten Rumäniens und an die
Generalsekretärin des rumänischen Parlaments gesandt. Er betrifft die
Abstimmung über den Gesetzentwurf, der eine Tötung der Streunerhunde
erneut erlauben würde. Der Aufruf erfolgte auf die Initiative der
internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN / FOUR PAWS. Mit
diesem Appell fordern die Europaabgeordneten die rumänischen
Parlamentarier auf, Tiere als "fühlende Lebewesen" zu respektieren,
wie es in Art. 13 des Lissabon-Vertrages
(http://carodog.eu/?p=3&s=4&item=353) steht, ein Grundsatz, der für
alle Mitgliedstaaten verpflichtend ist.
Am Mittwoch, 2. März wurde der rumänische Gesetzentwurf PL 912 im
parlamentarischen Innenausschuss erörtert. Während zur Reduzierung
der Streunertiere das "Fangen, Kastrieren, Wiederaussetzen" die
gängige Methode ist, hat eine Arbeitsgruppe eine grundsätzliche
Abkehr davon gefordert, indem es heißt:" nach 14 Tagen werden die
Hunde entweder getötet oder sterilisiert, die Entscheidung darüber
obliegt der Kommunal-verwaltung". Das bedeutete eine Entwicklung
zurück zur Grausamkeit gegenüber Hunden in den Strassen.
Auf Druck der Öffentlichkeit in Rumänien gegen eine so weit reichende
Gesetzesänderung und nach einer großen Pressekonferenz, organisiert
von einigen Tierschutzorganisationen in Bukarest wie VIER PFOTEN,
ETN, bmt, TASSO, nfaw, sowie zahlreichen Protesten in ganz Europa,
wurde der Entwurf an den Ausschuss zurückverwiesen und steht erneut
zur Abstimmung am Montag, 21. März.
Daciana Octavia Sarbu, Mitglied des Europaparlaments, Mitglied des
Agrarausschusses, und Marlene Wartenberg, VIER PFOTEN/FOUR PAWS,
Brüssel, kommentieren den Versuch, das Streunerhundegesetz im
rumänischen Parlament zu ändern. "Die geplante Gesetzesänderung ist
aus ethischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen
inakzeptabel", stellt Daciana Octavia Sarbu fest. Elisabeth Jeggle,
Mitglied des Europaparlaments ruft auf: "Wir als Vertreter der
Europäischen Bürgerinnen und Bürger im Europaparlament, das auch die
rumänische Bevölkerung vertritt, fordern höflich aber bestimmt das
rumänische Parlament auf, die Meinung des Europaparlaments zu
beachten, und diese Abstimmung im europäischen Sinne vorzunehmen, das
heißt, auf der Grundlage ethischer Verantwortung". Marlene Wartenberg
fordert: "Diese Entwicklung widerspricht europäischen Tierschutz,
wonach Tiere "fühlende Lebewesen" sind, wie es im Lissabon Vertrag
festgeschrieben steht. Dieser Grundsatz ist für sämtliche
Mitgliedstaaten verpflichtend".
Die geltende Rechtslage verbietet die Tötung gesunder Tiere und
unterstützt den nachhaltigen Ansatz der Geburtenkontrolle, das
"Fangen, Kastrieren und Wiederaussetzen". Dies wurde von der
Weltgesundheitsorganisation WHO im Zuge der Tollwutbekämpfung
entwickelt und ist die einzige Methode, die dem Prinzip der
"Verantwortlichen Eigentümerschaft" ("Responsible Ownership") folgt.
Sie entspricht dem neuesten Stand der Wissenschaft als Lösungsansatz
gegen die Überbevölkerung von Hunden in Europa. VIER PFOTEN/FOUR PAWS
bietet diesbezüglich Hilfsprogramme an in mehreren Ländern,
hauptsächlich in Osteuropa, und ein Portal www.carodog.eu.
Rückfragehinweis:
VIER PFOTEN: Mag. Nunu Kaller Press Office Austria Tel: +43-1-545 50 20-66 Mobile: +43 664 308 63 03 Fax: +43 1 545 50 20-99 [email protected]
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