Horner: Strasser muss zurücktreten!

Skandalbilanz des ÖVP-Exministers hat jede Schmerzgrenze überschritten

Linz (OTS) - "Die haarsträubenden Rechtfertigungsversuche von
Ernst Strasser im Zusammenhang mit den gegen ihn von Undercover-Journalisten der britischen Sunday Times erhobenen Korrutionsvorwürfen haben jede Schmerzgrenze überschritten!", stellt Oberösterreichs SPÖ-Geschäftsführer Christian Horner fest und fordert den sofortigen Rücktritt des ÖVP-Delegationsleiters.

Der "Agentenkrimi", den Strasser der Öffentlichkeit über seine angeblichen "Ermittlungen" auf eigene Faust auftische, sei total unglaubwürdig und gebe unser Land nur der Lächerlichkeit preis. Außerdem lache die gesamte Polizei über eine derartige Rechtfertigung. "Strasser ist ein schlechter Repräsentant Österreichs und als EU-Parlamentarier schlichtweg untragbar. Seine gesamte Laufbahn in der Spitzenpolitik ist begleitet von Skandalgeschichten", zeigt Horner auf.

"Da war der von der Staatsanwaltschaft verschlampte E-Mailskandal im Innenministerium. Als ehemaliger Ermittler bei der Kriminalpolizei und persönlicher Betroffener dieses Skandals kenne ich den massiven Politdruck der Ära Strasser aus leidvoller eigener Erfahrung. Strasser hat von der Verjährungsregel profitiert, weil die Untersuchungen in unserem Land zu lange dauern oder Staatsanwälte nicht mit dem nötigen Nachdruck agieren", erinnert der SPÖ-Manager.

Neue Vorwürfe erhebt erst jetzt wieder das Nachrichtenmagazin "profil" im Zusammenhang mit einem Zuschlag für das digitale Behördenfunknetz Tetron, den Strasser als Ressortchef 2004 einem Konsortium aus Telekom Austria, Alcatel und Motorola verschafft haben soll. Laut "profil" schloss Motorola 2005 einen Beratervertrag mit einer Briefkastenfirma in Panama in der Höhe von 2,6 Millionen Euro ab, die dem britischen "Wahlonkel" von Alfons Mensdorff-Pouilly gehört. Am Rande der Auftragsvergabe sollen - so "profil" -"klammheimlich Millionen geflossen" sein.

Im Zusammenhang mit Mensdorff-Pouilly gab es wiederholt Medienberichte über Einladungen von Strasser-Mitarbeitern zu exklusiven Jagden des Waffenlobbyisten. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" weiter berichtet, hat Strasser schließlich auch vom Grasser-Freund und Lobbyisten Hochegger 100.000 Euro Beraterhonorar kassiert. "Wo war seine Leistung?", fragt Horner.

"Das Maß ist voll. Die ÖVP und ihr Parteichef Josef Pröll sind gefordert, so rasch wie möglich für lückenlose Aufklärung der dubiosen Vorgänge und für die überfälligen Konsequenzen zu sorgen!", so der SPÖ-Landesgeschäftsführer.

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