VP-Stiftner: Ruster Lippenbekenntnisse zur Solarenergie

Wien (OTS) - "Es hat fast 20 Jahre und unzählige Pressekonferenzen der ÖVP Wien gebraucht, bis der Bürgermeister endlich das Thema Solarenergie entdeckt hat", kritisiert der Umweltsprecher der ÖVP Wien, LAbg. Roman Stiftner. Bedauerlich sei es vor allem, dass es erst einer Katastrophe wie der in Japan bedurfte, bis die Wiener Stadtregierung endlich aufwacht und nun zugibt, dass ihre Engergiepolitik in Wien einer dringenden Trendwende in Richtung Erneuerbarer Energien bedarf. "Das ist gleichzeitig das Eingeständnis, die Chancen der Solarenergie in den letzten Jahren verschlafen zu haben", so Stiftner. Kürzlich sei erst beschlossen worden, dass Solaranlagen in jenen Teilen Wiens, in denen ein Fernwärmeanschluss vorhanden sei, von der Stadt Wien nicht gefördert werden. Wie man angesichts dieser Tatsache die Ankündigung Häupls realisieren möchte, der Solarenergie in Zukunft in Wien zum Durchbruch zu verhelfen, ist mehr als fraglich.

Unerklärlich finde der Umweltsprecher auch, dass die Stadt Wien schon vor Jahren die E-Autoförderung abgeschafft habe. Stattdessen hätte man diese erhöhen sollen und für ein solarbetriebenes Tankstellennetz sorgen müssen. Wenn die SPÖ nun wirklich für einen energiepolitischen Kurswechsel bereit sei, müssten jetzt den Lippenbekenntnissen Taten folgen. Stifter verweist in diesem Zusammenhang auf die von der ÖVP immer wieder gestellte Forderung nach Schaffung eines Klimafonds der Stadt Wien, der mit 200 Mio. Euro dotiert sein und der unter anderem für die Förderung und Unterstützung von Solaranlagen eingesetzt werden soll. Weiters hätte man schon längst den Einsatz von Solarcooling für große Bürogebäude zum Standard erklären können. Als größter Hausherr Wiens wäre der Stadtregierung eine verstärkte Ausstattung mit Solaranlagen bei Gemeindebauten durchaus möglich gewesen.

All diese Maßnahmen hätten schon längst gesetzt werden müssen, wenn es der SPÖ schon bisher ernst mit der solaren Energiezukunft für Wien gewesen wäre. "Jetzt bei der Ruster Klausur einfach aus Verlegenheit und dem traurigen aktuellen Anlass heraus das Thema Solarenergie aus dem Hut zu zaubern beweist, dass der SPÖ schon lange die Ideen ausgegangen sind", so Stiftner abschließend.

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