• 17.03.2011, 14:32:02
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VP-Stiftner: Ruster Lippenbekenntnisse zur Solarenergie

Wien (OTS) - "Es hat fast 20 Jahre und unzählige Pressekonferenzen
der ÖVP Wien gebraucht, bis der Bürgermeister endlich das Thema
Solarenergie entdeckt hat", kritisiert der Umweltsprecher der ÖVP
Wien, LAbg. Roman Stiftner. Bedauerlich sei es vor allem, dass es
erst einer Katastrophe wie der in Japan bedurfte, bis die Wiener
Stadtregierung endlich aufwacht und nun zugibt, dass ihre
Engergiepolitik in Wien einer dringenden Trendwende in Richtung
Erneuerbarer Energien bedarf. "Das ist gleichzeitig das
Eingeständnis, die Chancen der Solarenergie in den letzten Jahren
verschlafen zu haben", so Stiftner. Kürzlich sei erst beschlossen
worden, dass Solaranlagen in jenen Teilen Wiens, in denen ein
Fernwärmeanschluss vorhanden sei, von der Stadt Wien nicht gefördert
werden. Wie man angesichts dieser Tatsache die Ankündigung Häupls
realisieren möchte, der Solarenergie in Zukunft in Wien zum
Durchbruch zu verhelfen, ist mehr als fraglich.

Unerklärlich finde der Umweltsprecher auch, dass die Stadt Wien schon
vor Jahren die E-Autoförderung abgeschafft habe. Stattdessen hätte
man diese erhöhen sollen und für ein solarbetriebenes Tankstellennetz
sorgen müssen. Wenn die SPÖ nun wirklich für einen energiepolitischen
Kurswechsel bereit sei, müssten jetzt den Lippenbekenntnissen Taten
folgen. Stifter verweist in diesem Zusammenhang auf die von der ÖVP
immer wieder gestellte Forderung nach Schaffung eines Klimafonds der
Stadt Wien, der mit 200 Mio. Euro dotiert sein und der unter anderem
für die Förderung und Unterstützung von Solaranlagen eingesetzt
werden soll. Weiters hätte man schon längst den Einsatz von
Solarcooling für große Bürogebäude zum Standard erklären können. Als
größter Hausherr Wiens wäre der Stadtregierung eine verstärkte
Ausstattung mit Solaranlagen bei Gemeindebauten durchaus möglich
gewesen.

All diese Maßnahmen hätten schon längst gesetzt werden müssen, wenn
es der SPÖ schon bisher ernst mit der solaren Energiezukunft für Wien
gewesen wäre. "Jetzt bei der Ruster Klausur einfach aus Verlegenheit
und dem traurigen aktuellen Anlass heraus das Thema Solarenergie aus
dem Hut zu zaubern beweist, dass der SPÖ schon lange die Ideen
ausgegangen sind", so Stiftner abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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