SPÖ-Klubtagung Rust - Schicker: "Rote Handschrift" wird in Wien klar erkennbar bleiben.

Zauberlehrling Mensch, wird Besen Atomenergie nicht los

Wien (OTS/SPW-K) - In seiner Begrüßung zur Klausurtagung des Wiener SPÖ Rathausklubs, der ersten im Rahmen einer rot-grünen Koalitionsregierung, drückte SP-Klubobmann Rudi Schicker zu allererst seine Betroffenheit über die Erdbebenkatastrophe in Japan aus: "Es ist eine Tragödie gewaltigen Ausmaßes. Eine Nation, deren technologischer Fortschritt zu bewundern ist, wird durch ein gewaltiges Erdbeben und die Atom-Gefahr in ihrer Entwicklung schwer aus der Bahn geworfen. Das zeigt beispielhaft: der Zauberlehrling Mensch, wird den Besen Atomenergie nicht mehr los."

Der SP-Klubchef betonte, dass Österreich 1978 gut daran getan hat, sich im Rahmen der Zwentendorf-Debatte gegen Atomkraft auszusprechen:
"Bis heute sind viele Fragen, beispielsweise die Endlagerung von Brennstäben, nach wie vor ungelöst."

Entscheidung für Rot-Grün richtig

Deutliche Kritik übte der SP-Klubchef an der Egomanie der Wiener FPÖ: "Die Freiheitlichen beschäftigen sich doch nur mehr mit der Frage, wie groß ihre Klubräumlichkeiten sind. Die wahren Probleme der Menschen interessieren die Kornblumen-Träger nicht."

Durch die indiskutable Haltung der ÖVP in Bildungsfragen, die weiterhin an Konzepten des vorherigen Jahrhunderts festhält, sieht er die Wiener SPÖ in ihrer Entscheidung bestärkt, sich für eine rot-grüne Koalition entschieden zu haben.

Wien ist eine Stadt die zusammenhält

Der rot-grünen Koalition attestierte der SP-Klubobmann, in den ersten paar Monaten sehr gute Arbeit geleistet zu haben. Künftig werde es vor allem darum gehen, die Spielregeln und Werte der Demokratie klar zu kommunizieren und auf deren Einhaltung zu achten. Dem Zusammenleben in Wien müsse noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. "Das gilt auch für die Verkehrspolitik - AutofahrerInnen und Straßen sind nicht zu verteufeln und gegen RadfahrerInnen auszuspielen. Das Miteinander muss hier im Vordergrund stehen", so Schicker.

Darüber hinaus unterstrich er, dass die SPÖ dafür sorgen werde, dass die "rote Handschrift" in Wien klar erkennbar bleiben wird: "Vor allem die sozialdemokratisch geführten Ressorts werden darauf achten, dass bei der Umsetzung der Projekte im Koalitionsabkommen, wirtschaftliches Augenmaß und soziale Gerechtigkeit gewahrt bleiben. In der Krise mehr Investitionen zu tätigen war richtig und sinnvoll, nun werden wir auch für den Pfad der Konsolidierung soziale Gerechtigkeit einfordern", so Schicker.

Harte und ehrliche Arbeit der SPÖ für alle Wienerinnen und Wiener

Abschließend betonte der SP-Klubobmann die Bedeutung der zukunftsweisenden Zusammenarbeit zwischen Rot und Grün für alle Menschen in Wien, formulierte aber dennoch das klare Ziel: "Es muss ebenso unser Anspruch sein, jene Wienerinnen und Wiener, die uns im vergangenen Herbst nicht unterstützt haben, durch unsere harte und ehrliche Arbeit in den nächsten 4 1/2 Jahren wieder davon zu überzeugen, uns ihr absolutes Vertrauen auszusprechen."

Videos der Klubklausur unter: http://www.youtube.com/spoew Fotos der Klubklausur unter: http://www.flickr.com/photos/spoewien

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