• 16.03.2011, 09:27:18
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RÖM: DIRNBERGER: Die Wirtschaftskammer als Zwangsvertretung brauchen wir Makler nicht mehr

"Wir picken der Wirtschaftskammer den Kuckuck auf die Portokasse und hinterlegen die Beiträge in der Höhe unserer Zwangsumlagen beim Notar NAbg. Mag. Harald Stefan".

Wien (OTS) - "Offensichtlich erfolgten keine rechtliche Maßnahmen
gegen die, den Berufsstand ruinierende Maklerverordnung Mitterlehners
seitens der Wirtschaftskammer. Hinsichtlich der Fehlleistung des
ehemaligen Kammersekretärs und jetzigen Wirtschaftministers
Mitterlehner, wurden seitens der Wirtschaftskammer keinerlei
rechtlichen Schritte eingeleitet. Dies unterstreicht auch die
Tatsache, dass auf unser letztmaliges Ultimatum in Form eines offenen
Briefes nur betretenes Schweigen erfolgte", so Vizepräsident &
Sprecher Mag. Dr. Elmar Dirnberger.

"Man will sogar die Zentralisierung aller Maklerangebote auf einer
Immobilienplattform der Fachgruppe Wien - vermutlich zur zentralen
Überwachung. Am 11. März 2009, in der Sitzung der Fachgruppe Wien
wurde ein Budget von Euro 120.000,-- dazu bewilligt, eine zentrale
Plattform "Makler für Makler" programmieren zu lassen, mit
Schnittstellen zu allen bekannten Immobilienplattformen. Wie damals
ein (Banken-) Maklervertreter erläuterte: "Wir werden die Makler
schon dazu bringen, alles hier einzugeben", so Dr. Dirnberger weiter.

"Kammerfunktionäre sollen künftig darüber entscheiden, wen und wie
wir unsere Mitarbeiter einsetzen und nennen dies "Maklercard". In
einem Arbeitskreis des Fachverbandes - quasi unter Ausschluss der
Öffentlichkeit - wird laut über Verschärfungen unserer gewerblichen
Regelungen, insbesondere die Einführung - der schon in OÖ kläglich
gescheiterten - "Maklercard" sowie die gewerberechtliche Normierung
eines "Maklerassistenten" nachgedacht. Daraus folgt, dass Funktionäre
unserer Zwangsvertretung künftighin entscheiden können, welche
Mitarbeiter wir auf Besichtigungen schicken können und welche nicht.
Das zu einem Zeitpunkt, wenn am 1. Mai 2011, im Zuge der
EU-Dienstleistungsfreiheit Maklerbetriebe aus Brünn, Pressburg und
Ödenburg auf Basis ihrer dortigen Gewerbefreiheit, insbesondere in
den Großraum Wien "hineinarbeiten" werden können"

In dem gleichen Arbeitskreis wird über die ausschließliche
Schriftlichkeit von Makleraufträgen nachgedacht, die dazu führen,
dass man gegen Objektsuchende, nach einem zugestellten Anbot, die
sich unter Umgehung des Maklers, an die Abgeber wenden, von
vornherein nicht mehr mit einem Provisionsanspruch belangen kann. So
will man uns wohl zu schriftlichen Aufträgen mit reiner
Abgeberprovision zwingen, was praktisch die Abschaffung der
Doppelvertretung durch die Hintertür darstellt.

"Wie auch in anderen Berufssparten vertritt die Wirtschaftskammer
als Zwangsvertretung offensichtlich nur noch die Interessen von
Lobbyisten und internationalen Franchisern und gefährdet damit auch
hier die Existenz der Klein- und Familienbetriebe im Maklerbereich.
Die insbesondere in Wien aus "g'stopften Burlis" aus den Sprößlingen
reicher Verwalterdynastien, bestehende Berufsvertretung versucht
augenscheinlich nur noch ihre Pfründe zunftmäßig abzusichern. Für uns
Immobilienmakler ist eine derartige Berufsvertretung nutz- und damit
wertlos, behandeln wir sie daher künftig auch so", so Dr. Dirnberger
weiter.

"Wir nehmen die existenziellen Interessen unseres Berufsstandes
daher selbst in die Hand und werden die Maklerverordnung vor dem
Europäischen Gerichtshof zur Aufhebung bringen. Dafür sind diese
hinterlegten Gelder dann zweckgebunden, da dies die eigentliche
Aufgabe der Wirtschaftskammer wäre.

Sollte die offensichtlich unwillige und daher wohl unnütze
Zwangsvertretung rechtliche Schritte zur Einbringlichmachung der
Zwangsbeiträge setzen, werden wir auch dies vor die entsprechenden
Europäischen Gerichtshöfe bringen. Denn es gibt nur noch 6 EU-Länder
mit beruflichen Zwangsvertretungen, aber nur 1 Land davon hat auch
Zwangsbeiträge - WIR", so der Vizepräsident & Sprecher des RÖM (Ring
Österreichischer Makler) Mag. Dr. Elmar Dirnberger abschließend.

Rückfragehinweis:
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Mobil: 0664/330 19 15

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