• 14.03.2011, 08:55:38
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Jauschnegg: Keine Flächenkonkurrenz durch Biosprit

Lebensmittel- und Biotreibstoffproduktion ergänzen sich

Wien (OTS) - "Vom Einsatz heimischer und nachhaltig produzierter
Biotreibstoffe profitieren die Österreicher dreifach: Die
CO2-Emissionen werden verglichen mit fossilen Treibstoffen um über 50
% reduziert. Die Versorgungssicherheit wird erhöht und zusätzlich
fällt ein hochwertiges Einweißfuttermittel als Nebenprodukt der
Biotreibstoff-Produktion an", argumentiert Horst Jauschnegg,
Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. "Eine
Flächenkonkurrenz und rein damit verbundene Preisanstiege bei
Lebensmitteln sind in Österreich nicht gegeben. Die Lebensmittel
werden primär aufgrund von steigenden und unberechenbaren
Erdölpreisen sowie von globalen Agrarmarkt-Veränderungen, wie
Exportverbote, Missernten und Umweltkatastrophen, teurer. Trotz
steigender Biotreibstoff-Produktion sind die landwirtschaftlichen
Produkte von 2008 bis Mitte 2010 günstiger geworden."

Biotreibstoff-Flächenanteil minimal.

Von den rund 1,4 Millionen ha Gesamtackerfläche Österreichs werden
nur 6 % oder 85.000 ha für die Biotreibstoff-Herstellung verwendet.
Für das zusätzlich anfallende Eiweißfutter wären 65.000 ha notwendig,
wodurch rein rechnerisch für die Biotreibstoff-Produktion nur 20.000
ha oder 1,5 % der Gesamtfläche vonnöten sind. Auch auf der EU
27-Ebene zeigt die Getreidebilanz 2010/11, dass nur 3,75 % der
Erntemenge für die Bioethanol-Produktion verwendet wird. Die jährlich
exportierte Getreidemenge beträgt hingegen im Durchschnitt der
vergangenen Jahre rund 24 Millionen Tonnen oder 9 %. Die EU ist ein
Getreidenettoexporteur. "Dabei könnte überschüssiges und nicht zur
Nahrungsmittelerzeugung geeignetes Getreide unter Erhöhung der
regionalen Wertschöpfung hochwertig verwertet und müsste nicht mit
hohen Transportkosten und unter starkem Konkurrenzdruck auf
Exportmärkten abgesetzt werden", erklärt Jauschnegg. Ein weiterer
Vergleich: Das in Österreich zusätzlich produzierte Eiweißfutter
könnte bis zu einem Viertel der Sojaimporte aus Süd- und Nordamerika
ersetzen. Oftmals sind zudem die Sojaimportprodukte gentechnisch
verändert.

Aus der Argumentationsfülle schlussfolgert Jauschnegg: "Die
österreichische Lebensmittel-Produktion ist von den angestrebten
Biotreibstoffzielen, Stichwort E10, in keiner Art und Weise
gefährdet. Diese Vorgaben könnten problemlos erreicht werden."

Rückfragehinweis:
DI Antonio Fuljetic, +43 (0)1 533 0797 - 31 oder fuljetic@biomasseverband.at

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