Mailath verlieh Goldene Auszeichnungen an Edelbert Köb und Eva Schlegel

Wien (OTS) - Edelbert Köb, MUMOK-Direktor i. R., erhielt heute, Donnerstag, im Wiener Rathaus das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien; Mag.a Eva Schlegel, Künstlerin und heurige Biennale-Kommissärin, das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien": "Beide Persönlichkeiten haben das künstlerische Geschehen der Stadt nachhaltig geprägt", erklärte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der Verleihung. "Beide zeichnen sich durch Haltung aus - Haltung zu künstlerischen, gesellschaftskritischen und kulturpolitischen Positionen. Beide haben auch in der Vermittlung als Lehrende an der Akademie für bildende Künste Herausragendes geleistet".

Festspielpräsident Günter Rhomberg würdigte Edelbert Köb als Künstler, Direktor, Manager und Pädagoge und strich besonders seine Begeisterungsfähigkeit und Zielstrebigkeit heraus: Ideen entwickeln und Verbündete suchen seien Köbs Handlungsmaxime gewesen - sei es als Präsident der Secession, als Leiter des Kunsthauses Bregenz, wo er Revolutionäres geleistet hat, oder als Direktor des MUMOK.

Eva Schlegel habe es im postmodernen Wien der 80er Jahre schwer gehabt; eine Zeit, die von patriarchalen Strukturen und Ressentiments geprägt war, bekräftigte Schriftstellerin Marlene Streeruwitz in ihrer Laudatio. Typisch dafür wäre das Zitat eines Galeristen: "Bei mir werden sie sicher nie eine Ausstellung machen, weil sie eine Frau sind". Eva Schlegel habe sich jedoch durchgesetzt: "Eva Schlegel gehört heute zu jenen Künstlerinnen, die das kulturelle Leben seit den 90ern mit gestalten", würdigte Streeruwitz.

Zwt.: Biografie Edelbert Köb
Edelbert Köb wurde 1942 in Bregenz geboren. Nach der Matura studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei, Graphik und Kunsterziehung. 1966-73 war Köb als Assistent an der Technischen Hochschule Wien (heute: Technische Universität Wien) am Institut für Zeichner und Maler. Seit 1970 arbeitet er vorwiegend als Bildhauer, so entstanden Plastiken aus Gips, Ton und auch aus Blei. 1973 wurde er an die Akademie der bildenden Künste als Professor für Werkerziehung berufen.
1983 wurde Köb zum Präsidenten der Wiener Secession gewählt. Die traditionsreiche Künstlervereinigung hat unter seiner Führung wichtige Akzente im Wiener Kunstleben gesetzt. Die Renovierung des Gebäudes konnte 1986 abgeschlossen werden, auch das Ausstellungsprogramm wurde tiefgreifend erneuert, neben den Werken der Mitglieder der Secession zeigte Köb die bedeutendsten Vertreter der internationalen Kunstszene.
1991 übernahm Köb den Aufbau der Vorarlberger Landesgalerie in Bregenz. Diese entwickelte er weiter zum "Kunsthaus Bregenz", dessen Gründungsdirektor er war, und machte es zu einem äußerst erfolgreichen Ausstellungshaus.
Edelbert Köb ist seit 2000 Mitglied des Kunstbeirats. Von 2002 bis Oktober 2010 leitet er als Direktor das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig im Museumsquartier (MUMOK).

Zwt.: Biographie Eva Schlegel
Eva Schlegel wurde 1960 in Hall in Tirol geboren. Sie studierte ab 1979 in der Meisterklasse von Oswald Oberhuber an der Hochschule für angewandte Kunst und schloss 1985 mit Diplom ab. Von 1997 bis 2006 hatte Schlegel die Professur für Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste Wien inne.
Schlegel selbst unterteilt ihr Schaffen in Fotografie, Arbeiten auf Blei, Malerei, Arbeiten auf Glas, Editionen, kuratorische Projekte und Installationen.Sie arbeitet mit fotografischen Vorlagen und Texten, die sie u. a. als Siebdruck auf verschiedenen Materialien wie Glas und als Installationen umsetzt. Die Beschäftigung mit dem Raumbegriff und Immaterialität stellen dabei einen Schwerpunkt dar. Schlegels Arbeiten sind regelmäßig in verschiedenen Wiener Ausstellungshäusern, sowie seit der Eröffnung des Essl Museums in Klosterneuburg 1999 jährlich in mindestens einer Ausstellung dort zu sehen gewesen. Eine Auswahl aus der Liste der diversen Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen soll den nationalen und internationalen Stellenwert der Künstlerin verdeutlichen:

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