- 09.03.2011, 12:40:54
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Van der Bellen zur rot-schwarzen Bildungspolitik: "Ein Gewäsch."
Der Uni-Beauftragte in NEWS: "Im Uni-Bereich ist es schwer, sich zwischen Zynismus und Hungerstreik zu entscheiden.
Wien (OTS) - Der Grüne Uni-Beauftragte Alexander Van der Bellen
findet in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins
NEWS ungewöhnlich harte Worte für die Bildungspolitik der
Bundesregierung. "In Deutschland oder der Schweiz würde es so einen
Kahlschlag in der Bildung nicht geben. Diese Art von kurzfristig
orientierter Ignoranz ist in Österreich schon besonders ausgeprägt",
sagt Van der Bellen im Interview. Und weiter: "Im Uni-Bereich ist es
schwer, sich zwischen Zynismus und Hungerstreik zu entscheiden. Was
man da mitmacht: Ein Gewäsch von Zielen, denen keinerlei Maßnahmen
folgen."
Auf die Frage, ob er schon mit Ministerin Beatrix Karl gesprochen
habe, sagt Van der Bellen: "Im Grunde ist Josef Pröll der wichtigere
Gesprächspartner. Bei Karl habe ich immer den Eindruck gehabt, dass
sie eine stramme Parteisoldatin ist, die exekutiert, was man ihr
anschafft. Es passieren ihr Dinge, die sie hoffentlich bereut, etwa
dieser sinnlose Kahlschlag bei den außeruniversitären
Forschungseinrichtungen. Denen den Hals abzudrehen - auf so einen
Schwachsinnmuss man erst einmal kommen. Das betrifft den
Forschungsstandort Wien besonders. Das legt den Verdacht nahe, dass
das ein Hintergrundmotiv der schwarzen Ministerin war. Wenn man
überhaupt soweit gehen will, ihr zu unterstellen, dass sie sich etwas
überlegt hat."
Weiters warnt Van der Bellen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen
eines schlechten Bildungssystems, wie es sich regelmäßig beim
PISA-Test manifestiert: "Mir geht's als ökonomisch halbwegs
gebildetem Menschen um die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen
der schlampigen und blinden Skrupellosigkeit - vor allem der ÖVP. Ich
habe seit Gehrer den Verdacht, die ÖVP betreibt Klassenkampf von
oben: Unsere Kinder gehen eh ins Gymnasium, die anderen sollen
schauen, wo sie bleiben."
Rückfragehinweis:
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Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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