- 09.03.2011, 10:00:15
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Neue Augenwochenklinik am Krankenhaus Hietzing
Tages- und Wochenkliniken ermöglichen verkürzte Anmeldezeiten und kürzere Aufnahmen im Interesse der PatientInnen
Wien (OTS) - Der rasante medizinisch-technische Fortschritt
bewirkt, dass viele Augenerkrankungen aufgrund immer präziserer
Mikrochirurgie und verbesserter Diagnoseverfahren gut bis sehr gut
behandelbar sind. Augenchirurgische Leistungen können in zunehmendem
Maß tagesklinisch durchgeführt werden, eine stationäre Aufnahme über
mehrere Tage ist deshalb immer seltener erforderlich. Die
Augenabteilung des Krankenhauses Hietzing hat dieser Entwicklung
Rechnung getragen, indem sie von einem vollstationären auf einen
wochenklinischen und tagesklinischen Betrieb umgestellt hat. Mit der
Einführung der Wochenklinik seit November des Vorjahres werden
Operationen nun auch nachmittags durchgeführt. Das bedeutet für
PatientInnen vor allem eine kürzere Wartezeit auf ihren OP-Termin.
Durch die Implementierung einer "Aufnahmestraße" laufen die Aufnahmen
zudem deutlich strukturierter und somit schneller ab. So werden die
PatientInnen - abhängig davon, ob sie eine tagesklinische Leistung
erhalten oder stationär aufgenommen werden müssen - in
unterschiedliche Aufenthaltsräume begleitet. Mag.a Sonja Wehsely
präsentierte heute die neue Wochenklinik gemeinsam mit der Ärztlichen
Direktorin des Krankenhauses Hietzing, Dr.in Brigitte Ettl, der
Vorständin der Augenabteilung, Univ.-Doz.in Veronika Vécsei-Marlovits
sowie dem Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, Dr.
Wilhelm Marhold. "Tages- und Wochenkliniken sind gut für die
PatientInnen, weil sie nach einer möglichst kurzen Aufnahme eine
rasche Rückkehr nachhause in die gewohnte Umgebung ermöglichen.
Persönlich freut es mich, wenn es mit modernsten Gesundheitsangeboten
gelingt, den Komfort für die PatientInnen zu erhöhen und gleichzeitig
die Abläufe in unseren Wiener Spitälern zu optimieren", stellte
Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely klar. "Unser Ziel ist
Effizienzsteigerung bei gleichbleibend hoher Qualität für die
PatientInnen", betonte Marhold. "Durch eine rechtzeitige und
vorausschauende Vorbereitung für diesen Umwandlungsprozess ist es dem
Krankenhaus Hietzing gelungen, einen reibungsfreien Übergang in eine
Wochenklinik zu gewährleisten", erklärte Ettl abschließend.
Erfolgreiche Bilanz nach vier Monaten Wochenklinik
Mit Beginn der Wochenklinik ist die Zahl der Aufnahmen deutlich
gestiegen: Waren es 2009 noch 4.400 PatientInnen, so konnten 2010
bereits 5.264 PatientInnen augenchirurgisch betreut werden. Das
bedeutet ein Plus von durchschnittlich 20 Prozent, wobei im
Vergleichsmonat November 2009 zu November 2010 sogar ein Plus von 68
Prozent erzielt werden konnte. Durch die Ausweitung der
Operationszeiten bis 18 Uhr verkürzte sich die Anmeldezeit für
PatientInnen auf eine Katarakt-Operation deutlich von 12 auf ca. 3
Wochen, wobei monatlich etwa 320 Graue-Star-Operationen durchgeführt
werden. Die OP-Frequenz steigerte sich seit November 2010 um 45
Prozent. So können pro Woche 48 stationäre und 37 tagesklinische
Katarakt-Operationstermine angeboten werden. PatientInnen halten sich
durchschnittlich nur mehr 1,3 Tage an der Augenabteilung auf, die
Verweildauer wurde beinahe halbiert (früher: 2,5 Tage). Zudem wird
das tagesklinische Angebot von den PatientInnen sehr positiv
aufgenommen: So konnte die Anzahl tagesklinischer
Katarakt-Operationen von 61 (2009) auf 766 (2010) vervielfacht
werden. Dies bedeutet eine Steigerung der Eintagespflegen von 78
Prozent. "Durch die Umwandlung ist die Zufriedenheit unserer
PatientInnen noch weiter gestiegen, die Wartezeit auf einen
Operationstermin ist deutlich gesunken und auch die MitarbeiterInnen
schätzen die geregelten und strukturierten Abläufe sehr",
unterstreicht die Vorständin der Augenabteilung, Primaria
Univ.-Doz.in Dr.in Veronika Vécsei-Marlovits. Für PatientInnen, die
an die Augenabteilung des Krankenhauses Hietzing kommen, stehen in
der Wochenklinik 18 und in der Tagesklinik 14 Betten zur Verfügung.
Zehn FachärztInnen (vier davon in Teilzeit), sechs
AssistenzärztInnen, eine Stationsärztin und 20 Pflegepersonen kümmern
sich um das Wohl der PatientInnen. An den Wochenenden, wenn die
Wochenklinik geschlossen ist, übernehmen die Krankenanstalt
Rudolfstiftung, das Donauspital sowie das Allgemeine Krankenhaus der
Stadt Wien die Versorgung der PatientInnen.
Spitzenmedizin für alle in Tages- und Wochenkliniken
Im Jahr 2010 wurden im Wiener Krankenanstaltenverbund rund
111.000 PatientInnen tageklinisch versorgt. Tageskliniken gibt es im
Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, in der
Krankenanstalt Rudolfstiftung mit Semmelweis-Frauenklinik, im
Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartner Höhe - Otto-Wagner-Spital, im
Sozialmedizinischen Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital mit
Gottfried von Preyer'schem Kinderspital, im Wilhelminenspital, im
Sophienspital, im Sozialmedizinischem Zentrum Ost - Donauspital sowie
im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien - Medizinischer
Universitätscampus.
An Wochenkliniken werden hingegen kleine, planbare Behandlungen mit
kurzer Verweildauer - maximal fünf Tage - durchgeführt, etwa
Blinddarm- oder Gallenblasenentfernungen. Wochenkliniken nehmen ihren
Betrieb jeweils am Montag in der Früh auf und schließen am Freitag in
den Nachmittagstunden. Während des Wochenendes bleiben sie
geschlossen. Wochenkliniken in den Spitälern der Stadt Wien gibt es
im Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, im
Krankenhaus Floridsdorf, im Wilhelminenspital, in der Krankenanstalt
Rudolfstiftung mit Semmelweis-Frauenklinik, im Sozialmedizinischen
Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital, im Orthopädischen
Krankenhaus Gersthof, im Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartner Höhe
- Otto-Wagner-Spital sowie im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien
- Medizinischer Universitätscampus. Insgesamt stehen den PatientInnen
über 370 tagesklinische und 110 wochenklinische Betten zur Verfügung.
Schluss (cl)
Rückfragehinweis:
Mag. Michael Eipeldauer Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely Tel.: 01/ 4000/ 81 231 Fax: 01/ 4000/99 81 231 Handy: 0676/8118 69522 E-Mail: [email protected] Wiener Krankenanstaltenverbund/Presse Conny Lindner, Tel.: 01/40409-70054 E-Mail: [email protected]
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