- 08.03.2011, 17:09:11
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SJÖ, VSStÖ, AKS: 100 Jahre und kein Ende!
Frauen sind immer noch Menschen zweiter Klasse. Großen Errungenschaften stehen Verschlechterungen gegenüber
Wien (OTS) - Wien (SJÖ) - Den 100. Geburtstag des Weltfrauentags
nahmen die Jugendorganisationen SJ, VSStÖ und AKS heute Dienstag zum
Anlass, mittels einer Aktion am Stephansplatz in Wien auf die
Schlechterstellung der Frauen in unserer Gesellschaft hinzuweisen.
Auf einer 300 Meter langen Papierrolle wurden 100 aktuelle
frauenpolitische Forderungen präsentiert. "Vor 100 Jahren haben
Frauen zum ersten Mal den internationalen Frauenkampftag begangen.
Seitdem wurden wesentliche Verbesserungen erkämpft. Trotzdem werden
Frauen in unserer Gesellschaft immer noch als Menschen zweiter Klasse
behandelt", prangern Laura Schoch, Vanessa Gaigg und Nina Heidorn,
frauenpolitische Sprecherinnen von SJÖ, AKS und VSStÖ, an.
"Weil es wichtiger ist, wie wir ausschauen, als was wir können. Weil
es unsere Schuld ist, wenn wir vergewaltigt werden. Weil wir es
provoziert haben, wenn wir geschlagen werden. Weil wir egoistische
Rabenmütter sind, wenn wir staatliche Kinderbetreuung fordern.
Deshalb und aus vielen, vielen anderen Gründen sind wir
Feministinnen", betont Laura Schoch. Es sei noch viel zu tun: Sowohl
bei der Lohnschere, als auch bei der Männerkarenz rangiere Österreich
im internationalen Vergleich an hinterster Stelle.
"Während Frauen weiterhin für Kinderbetreuung und Hausarbeit
zuständig sind, sind Aufsichtsräte und Privatwirtschaft immer noch
fest in Männerhänden. Die Benachteiligung drückt sich auch darin aus,
dass Frauen wie Waren (halb)nackt von Plakatwänden grinsen oder
weiblich besetzte Sportevents kaum im Fernsehen ausgestrahlt werden",
kritisiert Vanessa Gaigg.
"Die Einführung des Frauenwahlrechts, der Zugang zu Bildung oder das
Recht auf Schwangerschaftsabbruch waren Meilensteine für die Frauen
in unserer Gesellschaft. Diese Verbesserungen wurden mühsam erkämpft,
haben uns aber noch lange nicht aus der frauenpolitischen Wüste
herausgeführt", so Nina Heidorn. Frauen seien auch 100 Jahre nach
erstmaliger Begehung des Weltfrauentages noch lange nicht beim Ziel
der Gleichstellung von Mann und Frau angelangt. Ein Ziel, wofür es
sich auch die nächsten Jahrzehnte weiter zu kämpfen lohnt, sind sich
die Sprecherinnen der Jugendorganisationen einig.
Fotos online abrufbar unter: http://www.flickr.com/photos/gegenrechts
Rückfragehinweis:
Sybilla Kastner, Frauenpolitische Beauftragte SJÖ: Tel.: 0660 / 340 21 79 [email protected] Nina Heidorn, VSStÖ Frauensprecherin Tel.: 0699 / 17 11 7756 [email protected] Vanessa Gaigg, AKS Frauensprecherin: Tel.: 0699 / 1946 26 27 [email protected]
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