• 07.03.2011, 11:34:19
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FPK-KO Kurt Scheuch: Kirche wurde als Ort von Kärnten-Hetze missbraucht

"Erwarte mir klare Distanzierung des Bischofs zu Kärnten-Beschimpfung Gössingers in Don-Bosco-Kirche"

Klagenfurt (OTS) - Enttäuscht zeigte sich heute FPK-Klubobmann
Ing. Kurt Scheuch über die dreizeilige Reaktion von Diözesanbischof
Dr. Alois Schwarz auf seinen "Offenen Brief". Denn der Bischof
reagierte auf die Vorwürfe der Kärnten-Beschimpfung in der
Don-Bosco-Kirche lediglich mit dem Versprechen, diesen nachzugehen.
Immerhin habe sich der Bischof die "Kärnten-Hetze" von Antonia
Gössinger, Journalistin der Kleinen Zeitung, wortwörtlich mittels
beiliegender CD anhören können.

"Das Unverständnis der Bevölkerung, die Kirche für polemische
Politshow und Kärnten-Hetze zu missbrauchen, ist jedenfalls groß, das
zeigen unzählige E-Mails und Anrufe. Ich erwarte mir eine klare
Distanzierung des Bischofs zu den Kärnten-Beschimpfungen. Meinem
Verständnis nach, kann die römisch-katholische Kirche wohl kaum
Plattform für vollkommen unqualifizierte und persönlich motivierte
Angriffe auf unser Land und deren Menschen sein. Ich kann mir auch
nicht vorstellen, dass Bischof Schwarz, der Meinung ist, dass der
Kärntner Landtag eine "Rüpelkammer" ist und dass wir in Kärnten ein
"verrottetes und korruptes" politisches System haben", so Scheuch.

Verwundert zeigt sich Scheuch auch darüber, dass Schwarz in einer
Stellungnahme zur APA lediglich die Aufzeichnung der Rede von Antonia
Gössinger kritisiert - immerhin eine öffentliche Messe -, aber keine
Wort zu den haarsträubenden Inhalten findet. Folgend der "Offene
Brief" an den Diözesanbischof vom 1.3.2011:

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bischof Schwarz!

Sie sind sicherlich verwundert darüber, dass gerade ich mich heute an
Sie wende. Meine Besorgnis um die Interessen Kärntens und um jene der
Kärntner Bevölkerung verlangt dies aber von mir geradezu, denn es
geht um die Katholische Kirche Kärntens und ihre Haltung zur
Landespolitik. Mir wurde nämlich von mehreren Seiten berichtet, dass
die Kirche im Rahmen von Gottesdiensten - provokant gesagt -
"Hass-Predigten" gegen unser Land Kärnten und die darin politisch
Verantwortlichen duldet.

Ich beziehe mich auf die Vorgänge während der sogenannten
"Thomasmesse" am 27. Februar in der Don Bosco Kirche in Klagenfurt.
Im Zuge dieses Gottesdienstes wurde nicht nur die Kärntner
Landeshymne verhöhnt und Fürbitten-artige Texte vorgetragen, in denen
darum gebetet wurde, dass wir uns für Kärnten nicht mehr schämen
müssen, sondern auch einer bekannten Kärntner Journalistin die
Plattform geboten, einen durch und durch Kärnten feindlichen Vortrag
zu halten. Diese Journalistin, Frau Antonia Gössinger von der Kleinen
Zeitung, stellte im Rahmen der Thomasmesse Kärntens Führung als
vollkommen inkompetent, moralisch verrottet und kriminell dar, wobei
ihr Vortrag noch dazu über weite Strecken durch freche Lügen
untermauert wurde.

Sehr geehrter Herr Bischof, für mich ist es sehr bedauerlich, ja ich
bin sogar tief erschüttert, dass sich die Katholische Kirche mit
solchen aktionistischen Veranstaltungen in eine Reihe mit jenen
bösartigen und selbsternannten Moralaposteln stellt, deren einziges
Ziel es ist, die vielen verdienten Männer und Frauen unserer Landes,
die noch dazu durch demokratische Wahlen legitimiert sind, zu
verunglimpfen.

Durch solche Aktionen wird es immer verständlicher, dass sich viele
Menschen von der Kirche abwenden und aus ihr ausaustreten, was mir
sehr leid tut. Ich bin mir natürlich darüber bewusst, dass Sie, sehr
geehrter Herr Bischof, wahrscheinlich von all dem nichts gewusst
haben. Deswegen ist es mir auch ein Anliegen, Sie von dieser bizarren
Form eines Gottesdienstes, wie er vergangenen Sonntag im Rahmen der
"Thomasmesse" in der Don Bosco Kirche praktiziert wurde, in Kenntnis
zu setzen. Und wer weiß, vielleicht löst dieses Schreiben bei Ihnen
auch eine Phase des Nachdenkens und Überdenkens aus. Denn ich kann
mir einfach nicht vorstellen, dass Sie damit einverstanden sind, dass
ein katholischer Gottesdienst für private "Rachefeldzüge" gegen die
Menschen in unserem Land missbraucht werden darf.

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Ing. Kurt Scheuch
Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272

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