FPK-KO Kurt Scheuch: Kirche wurde als Ort von Kärnten-Hetze missbraucht

"Erwarte mir klare Distanzierung des Bischofs zu Kärnten-Beschimpfung Gössingers in Don-Bosco-Kirche"

Klagenfurt (OTS) - Enttäuscht zeigte sich heute FPK-Klubobmann
Ing. Kurt Scheuch über die dreizeilige Reaktion von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz auf seinen "Offenen Brief". Denn der Bischof reagierte auf die Vorwürfe der Kärnten-Beschimpfung in der Don-Bosco-Kirche lediglich mit dem Versprechen, diesen nachzugehen. Immerhin habe sich der Bischof die "Kärnten-Hetze" von Antonia Gössinger, Journalistin der Kleinen Zeitung, wortwörtlich mittels beiliegender CD anhören können.

"Das Unverständnis der Bevölkerung, die Kirche für polemische Politshow und Kärnten-Hetze zu missbrauchen, ist jedenfalls groß, das zeigen unzählige E-Mails und Anrufe. Ich erwarte mir eine klare Distanzierung des Bischofs zu den Kärnten-Beschimpfungen. Meinem Verständnis nach, kann die römisch-katholische Kirche wohl kaum Plattform für vollkommen unqualifizierte und persönlich motivierte Angriffe auf unser Land und deren Menschen sein. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Bischof Schwarz, der Meinung ist, dass der Kärntner Landtag eine "Rüpelkammer" ist und dass wir in Kärnten ein "verrottetes und korruptes" politisches System haben", so Scheuch.

Verwundert zeigt sich Scheuch auch darüber, dass Schwarz in einer Stellungnahme zur APA lediglich die Aufzeichnung der Rede von Antonia Gössinger kritisiert - immerhin eine öffentliche Messe -, aber keine Wort zu den haarsträubenden Inhalten findet. Folgend der "Offene Brief" an den Diözesanbischof vom 1.3.2011:

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bischof Schwarz!

Sie sind sicherlich verwundert darüber, dass gerade ich mich heute an Sie wende. Meine Besorgnis um die Interessen Kärntens und um jene der Kärntner Bevölkerung verlangt dies aber von mir geradezu, denn es geht um die Katholische Kirche Kärntens und ihre Haltung zur Landespolitik. Mir wurde nämlich von mehreren Seiten berichtet, dass die Kirche im Rahmen von Gottesdiensten - provokant gesagt -"Hass-Predigten" gegen unser Land Kärnten und die darin politisch Verantwortlichen duldet.

Ich beziehe mich auf die Vorgänge während der sogenannten "Thomasmesse" am 27. Februar in der Don Bosco Kirche in Klagenfurt. Im Zuge dieses Gottesdienstes wurde nicht nur die Kärntner Landeshymne verhöhnt und Fürbitten-artige Texte vorgetragen, in denen darum gebetet wurde, dass wir uns für Kärnten nicht mehr schämen müssen, sondern auch einer bekannten Kärntner Journalistin die Plattform geboten, einen durch und durch Kärnten feindlichen Vortrag zu halten. Diese Journalistin, Frau Antonia Gössinger von der Kleinen Zeitung, stellte im Rahmen der Thomasmesse Kärntens Führung als vollkommen inkompetent, moralisch verrottet und kriminell dar, wobei ihr Vortrag noch dazu über weite Strecken durch freche Lügen untermauert wurde.

Sehr geehrter Herr Bischof, für mich ist es sehr bedauerlich, ja ich bin sogar tief erschüttert, dass sich die Katholische Kirche mit solchen aktionistischen Veranstaltungen in eine Reihe mit jenen bösartigen und selbsternannten Moralaposteln stellt, deren einziges Ziel es ist, die vielen verdienten Männer und Frauen unserer Landes, die noch dazu durch demokratische Wahlen legitimiert sind, zu verunglimpfen.

Durch solche Aktionen wird es immer verständlicher, dass sich viele Menschen von der Kirche abwenden und aus ihr ausaustreten, was mir sehr leid tut. Ich bin mir natürlich darüber bewusst, dass Sie, sehr geehrter Herr Bischof, wahrscheinlich von all dem nichts gewusst haben. Deswegen ist es mir auch ein Anliegen, Sie von dieser bizarren Form eines Gottesdienstes, wie er vergangenen Sonntag im Rahmen der "Thomasmesse" in der Don Bosco Kirche praktiziert wurde, in Kenntnis zu setzen. Und wer weiß, vielleicht löst dieses Schreiben bei Ihnen auch eine Phase des Nachdenkens und Überdenkens aus. Denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Sie damit einverstanden sind, dass ein katholischer Gottesdienst für private "Rachefeldzüge" gegen die Menschen in unserem Land missbraucht werden darf.

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Ing. Kurt Scheuch
Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten

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