- 07.03.2011, 11:21:23
- /
- OTS0102 OTW0102
Beatrix Karl: Österreich geht in der Friedens-, Konflikt- und Demokratieforschung neue Wege
"Friedenscluster" präsentiert - Universität Klagenfurt sowie drei außeruniversitäre Einrichtungen kooperieren künftig

Wien (OTS) - "Die Friedens-, Konflikt- und Demokratieforschung ist
in Zeiten wie diesen stärker gefordert als zuvor und sieht sich neuen
Aufgaben und Fragestellungen gegenüber. Österreich geht hier nun
völlig neue Wege", so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr.
Beatrix Karl. Der neu gegründete "Friedenscluster" wurde bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz von Mag. Gertraud Diendorfer
(Demokratiezentrum Wien), Dr. Gerald Mader (Österreichisches
Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, Schlaining), Univ.
Prof. Dr. Anton Pelinka (Institut für Konfliktforschung), Dekanin
Univ. Prof. Dr. Verena Winiwarter (Fakultät "iff" der Universität
Klagenfurt) sowie Univ. Prof. Dr. Werner Wintersteiner (Zentrum für
Friedensforschung und Friedenspädagogik der Universität Klagenfurt)
präsentiert.
"Wir stehen am Beginn einer sehr spannenden Entwicklung", betonte die
Ministerin. Die derzeit auf vier Institutionen verteilten Kompetenzen
werden in einem "Friedenscluster" an Österreichs einziger Fakultät
für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (iff) an der
Universität Klagenfurt gebündelt. Bisher standen am "iff" öffentliche
Güter ("public goods") wie Gesundheit, Umwelt und Bildung im
Mittelpunkt. Mit dem "Friedenscluster" wird das Themenspektrum um das
wichtige und aktuelle Feld der Friedens-, Konflikt- und
Demokratieforschung erweitert.
Mit der Gründung des "Friedensclusters" kooperieren damit künftig
eine Fakultät und das Zentrum für Friedensforschung und
Friedenspädagogik der Universität Klagenfurt sowie drei
außeruniversitäre Einrichtungen:
- das Demokratiezentrum Wien
- das Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung
Schlaining
- das Institut für Konfliktforschung Wien
"Damit führen wir zusammen, was zusammen gehört. Wir bündeln die
Stärken und erreichen die gerade in einem kleineren Land notwendige
kritische Masse", betont die Ministerin.
"Jede dieser Einrichtungen hat besondere Schwerpunktsetzungen und
Stärkefelder. Sie sollen in ihrer derzeitigen Identität erhalten
bleiben, allerdings: Aus dem Nebeneinander wird ein Miteinander - im
Sinne des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Österreich, der
dadurch gestärkt wird", so Beatrix Karl weiter. Damit könne die Uni
Klagenfurt nicht nur ihr Forschungsprofil stärken, sondern auch im
internationalen Wettbewerb Spitzenleistungen erbringen und verstärkt
sichtbar werden.
Mit dem "Friedenscluster" werden Kooperationen in Lehre und Forschung
ermöglicht; etwa gemeinsame Studiengänge und Projekte, neue
Schwerpunkte und gemeinsame Einreichungen von EU-Projekten. Der
"Friedens-Cluster" bringt somit sichtbare Synergien, Bestehendes und
Bewährtes wird nun vernetzt.
"Ich sehe im Friedenscluster auch ein konkretes Beispiel für einen
gelebten Hochschulplan, wie wir ihn derzeit gerade entwickeln",
unterstrich die Ministerin bei der Pressekonferenz. Dieser Cluster
sei auch ganz im Sinne der FTI-Strategie der Bundesregierung, die
morgen präsentiert wird.
Auch das Wissenschafts- und Forschungsministerium (BMWF) leistet
einen wichtigen Beitrag zum "Friedenscluster". Die Förderungen für
die außeruniversitäre Forschung wurden auf neue Beine gestellt, drei
thematische Säulen haben die bisherige Basissubvention abgelöst. Im
Rahmen der Säule 1 (Anreizbildungen zur Integration von
Forschungsexzellenz in bestehende Strukturen) bekommt die Universität
Klagenfurt über die Leistungsvereinbarungen künftig rund 620.000 Euro
jährlich für den "Friedenscluster". Damit baut der "Friedenscluster"
von Beginn an auch auf eine solide finanzielle Basis. Hinzu kommen
weitere Mittel der öffentlichen Hand (Städte, Länder, Europäische
Kommission) sowie private Drittmittel. "Ich sehe den Friedenscluster
aber gerade auch in Hinblick auf die Einwerbung von privaten Mitteln
als attraktiven Anreiz", so Karl.
Abschließend betonte die Ministerin: "Die Bildung von Clustern ist
eine wichtige und notwendige Weiterentwicklung am Wissenschafts- und
Forschungsstandort Österreich und ich werde dies auch in anderen
Bereichen künftig forcieren. Gerade auch, um die Attraktivität und
die Wettbewerbsstärke weiter auszubauen und damit Aufschwung,
Wachstum und Arbeitsplätze sicherzustellen."
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto:[email protected] www.bmwf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






