100. Frauentag - AMS: Rasche Rückkehr nach der Karenz sichert Frauen ihr Einkommen

AMS stockt Personal für die Wiedereinstiegsberatung auf - AMS Wien fördert Wiedereinstieg über abz* austria

Wien (OTS) - Untersuchungen des AMS zur Entwicklung des Fraueneinkommens nach der Elternkarenz zeigen: Ein rascher Wiedereinstieg nach der Karenz sichert den Frauen ihr Einkommen. So erzielten Frauen, deren Karenz bis zu einem Jahr gedauert hat, im Jahr 2009 nach der Rückkehr ins Berufsleben ein durchschnittliches Monatsbruttoeinkommen von 1.524 Euro. Frauen, die ein bis zwei Jahre in Karenz waren, hatten bereits Einkommenseinbußen von 21 Prozent. Dauerte die Erwerbsunterbrechung zwei bis drei Jahre, so hatten Frauen bereits 30 Prozent weniger Einkommen zur Verfügung. Bei einer Erwerbsunterbrechung von drei bis fünf Jahren sank das Einkommen der Berufsrückkehrerinnen um 35 Prozent, bei einer Karenz, die länger als 5 Jahre gedauert hat, sogar um 60 Prozent. "Ein möglichst rascher Wiedereinstieg ins Erwerbsleben sichert den Frauen ihr Einkommen. Daher unterstützen wir Wiedereinsteigerinnen bei der raschen Rückkehr in den Arbeitsmarkt", erklärte Johannes Kopf, Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich.

AMS stockt 2011 Personal für die Wiedereinstiegsberatung auf

"Wichtig für den raschen Wiedereinstieg ist die gezielte Information von Frauen. Das AMS stockt daher 2011 die Personalressourcen für die Beratung von Wiedereinsteigerinnen auf", so Kopf. Bisher gab es in etwa 30 Geschäftsstellen eigene Wiedereinstiegsberaterinnen. Ab sofort stehen den Berufsrückkehrerinnen in jeder der 99 regionalen Geschäftsstellen des AMS eigene Beauftragte für Wiedereinsteigerinnen zur Verfügung. Um Frauen über alle Angebote des AMS zu informieren, bietet das AMS auch eigene Infonachmittage für Wiedereinsteigerinnen an. Über das Projekt "Wiedereinstieg mit Zukunft" werden österreichweit mehr als 10.000 Frauen beim Wiedereinstieg im Rahmen einer Kursmaßnahme betreut. Um die Frauen bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung aktiv zu unterstützen, fördert das AMS den Wiedereinstieg durch Schulungs- und Weiterbildungsangebote. Für 92.253 Wiedereinsteigerinnen, die vom AMS gefördert wurden, stand 2010 ein Budget von insgesamt 91,40 (2009: 82,52) Mio Euro zur Verfügung.

AMS Wien fördert Wiedersteigerinnen über das Unternehmen abz* austria

abz*austria ist eine Non-Profit Organisation und gleichzeitig das größte Frauenunternehmen in Österreich. Derzeit engagieren sich 70 Mitarbeiterinnen und 30 selbstständige Beraterinnen und Trainerinnen für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. "abz* austria ist für das AMS Wien im Bereich Frauenförderung der wichtigste Partner. Im Vorjahr hat allein abz* austria für das AMS Wien frauenspezifische Projekte im Volumen von mehr als 1,9 Mio. Euro durchgeführt", erklärte Claudia Finster, Landesgeschäftsführerin des AMS Wien.

Ein Beispiel für die Förderung von Wiedereinsteigerinnen ist das Projekt jobready, das vom abz* austria durchgeführt wird. abz* jobready ist ein Projekt, welches aufsuchende Beratung und Betreuung für Wiedereinsteigerinnen und für arbeitslose Frauen ab 55 Jahren in Wien anbietet. Zielsetzung ist die langfristige (Re-)Integration in den ersten Arbeitsmarkt und die Bearbeitung jener Faktoren, die dies bislang verhindert haben. "Vor allem bei Wiedereinsteigerinnen erfordert der Einstieg ins Berufsleben gute Planung und Organisation, damit die Erwerbstätigkeit auch längerfristig mit Betreuungspflichten vereinbart werden kann", berichtete Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria. Der Ansatz der aufsuchenden Beratung und Betreuung bietet im Rahmen der Betreuungstätigkeit neue Handlungsansätze und Spielräume sowohl für Beraterinnen als auch für Kundinnen an. "Dabei stehen die didaktischen Grundsätze der Teilnehmerinnen-Zentriertheit und der Handlungsorientierung im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund", berichtet Vollmann. Unter dem aufsuchenden Ansatz wird verstanden, dass Kundinnen z.B. zu Terminen begleitet werden, die ihnen unangenehm oder schwierig erscheinen. 2010 waren 278 Frauen in Betreuung.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Beate Sprenger, AMS Österreich, Tel. 01/33 178 DW 522 oder 0664/4415148
Mag. Paulick, Dr. Rauscher, AMS Wien, Tel. 01/87871-50114 oder 01/87871-50510
Mag.a Petra Endl, abz austria, Tel. 01/6670300-13

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AMS0001