Das österreichweite Kopf-Halstumor-Register startet

Wien (OTS) - Das Votum der Ethikkommission ist da, und damit der Startschuss für ein ambitioniertes Projekt in der Onkologie, das Kopf-Halstumor-Register. Prim. Univ.-Prof. Dr. Richard Greil, III. Medizinische Universitätsklinik Salzburg, ist der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Medikamentöse Tumortherapie (AGMT), die die Plattform des interdisziplinären Projekts darstellt. HNO-FachärztInnen, StrahlentherapeutInnen und medizinische OnkologInnen haben das Register zusammen entwickelt.

"Wo Österreich in der Behandlung steht, wie die Therapie aussieht, welche Ergebnisse damit erzielt werden und wie schnell neue Therapiestandards in die Praxis eingehen, sind derzeit unbeantwortbare Fragen", sagt Univ.-Prof. Dr. Martin Burian, HNO-Abteilung des KH der Barmherzigen Schwestern, Linz. "Das Register wird uns zeigen, wo wir aktuell stehen und uns helfen die Therapie noch weiter zu verbessern."

Mit der zunehmenden Komplexizität der Behandlung ist den Abteilungen auch nicht möglich, den Erfolg ihrer Arbeit zu überprüfen. Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek, Universitätsklinik für Innere Medizin, Wien: "Das Kopf-Halstumor-Register wird uns eine Übersicht über unsere Patienten bieten. Wir können in Zukunft auch schauen, wo im Vergleich zum Österreich-Schnitt wir stehen." Ein großer Pluspunkt für Prim. Univ.-Doz. Dr. Annemarie Schratter-Sehn, Institut für Radioonkologie, Kaiser-Franz-Josef-Spital/SMZ-Süd, ist, dass im Rahmen dieser Dokumentation auch wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigt und analysiert werden können. In anonymisierter Form werden die Daten auch für wissenschaftliche Studien zur Verfügung stehen. Sie sind damit die Grundlage für neue Erkenntnisse und die Weiterentwicklung der Therapie. "All das sind Fragen, die mit dem bestehenden Österreichischen Krebsregister nicht beantwortet werden können", sagt Dipl. Demographin Nadine Zielonke, Statistik Austria. Dabei handle es sich um ein epidemiologisches Register, dessen Daten vor allem der Gesundheitspolitik und Gesundheitsberichterstattung dienen.

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