• 03.03.2011, 21:12:21
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Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Michaela Geistler-Quendler: Damit ein Stein wieder auf dem anderen bleibt

Klagenfurt (OTS) - Falls der ÖVP-Chef mit Werner Amon als
Schulverhandler das Profil seiner Partei schärfen will, könnte dieser
Schuss auch nach hinten losgehen. Bleibt Amon seinem Ruf und seinen
Äußerungen in der Vergangenheit treu, ist klar, wie dieses Profil
aussieht:
Es ist das - ohnehin schon bekannte, aber dann doch manches Mal
modifizierte Antlitz einer Blockierer- und Betoniererpartei, die
sich in der Mottenkiste überholter Bildungsvorstellungen suhlt. Der
"Neue" steht für antiquierte Selektionsverfahren für Schüler und ein
mehrfach kundgetanes "Nein" zur Gesamtschule. Sicher, mit einer
"Reformbremse" im Boot, die SPÖ mit Stolpersteinen zu zermürben, kann
ja auch eine Strategie sein. Aber vielleicht verspricht sich die ÖVP
viel mehr davon, jene Teile in ihrer Lehrerklientel zu bedienen, die
sich nicht in ihrer heiligen Ruhe gestört wissen wollen. Zielführend
ist das ohne Zweifel, nur nicht für das Schulsystem, das nun schon
seit Jahrzehnten einer grundlegenden Reform harrt. Aber um dieses
Ziel geht es hier ja auch nicht.

Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt,
Mag. Michaela Geistler-Quendler, Tel.: 0463/5866-514, E-Mail: [email protected]

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