Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Michaela Geistler-Quendler: Damit ein Stein wieder auf dem anderen bleibt

Klagenfurt (OTS) - Falls der ÖVP-Chef mit Werner Amon als Schulverhandler das Profil seiner Partei schärfen will, könnte dieser Schuss auch nach hinten losgehen. Bleibt Amon seinem Ruf und seinen Äußerungen in der Vergangenheit treu, ist klar, wie dieses Profil aussieht:
Es ist das - ohnehin schon bekannte, aber dann doch manches Mal modifizierte Antlitz einer Blockierer- und Betoniererpartei, die sich in der Mottenkiste überholter Bildungsvorstellungen suhlt. Der "Neue" steht für antiquierte Selektionsverfahren für Schüler und ein mehrfach kundgetanes "Nein" zur Gesamtschule. Sicher, mit einer "Reformbremse" im Boot, die SPÖ mit Stolpersteinen zu zermürben, kann ja auch eine Strategie sein. Aber vielleicht verspricht sich die ÖVP viel mehr davon, jene Teile in ihrer Lehrerklientel zu bedienen, die sich nicht in ihrer heiligen Ruhe gestört wissen wollen. Zielführend ist das ohne Zweifel, nur nicht für das Schulsystem, das nun schon seit Jahrzehnten einer grundlegenden Reform harrt. Aber um dieses Ziel geht es hier ja auch nicht.

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