- 03.03.2011, 11:15:03
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Park Inn: Treibt Pleite-Hotel kleine Unternehmen in den Konkurs?
RfW-NÖ Landesobmann Fischer: "Wo blieb in diesem Fall die Kontrolle der Banken?"
Klosterneuburg (OTS/RfW) - Viel wurde geschrieben in den
vergangenen Tagen nach Bekanntwerden der Park-Inn Pleite in
Klosterneuburg. Beschuldigungen wurden ausgesprochen, sogar eine
Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klosterneuburg wurde eingebracht.
Für den RfW-Niederösterreich, der sich als Wirtschaftsvertretung der
Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) im Lande sieht, wird folgender
Aspekt aber noch viel zu wenig behandelt: "Diese Insolvenz, die
größte bisher in Niederösterreich in diesem Jahr, hinterlässt 105
Gläubiger. Kleine Unternehmen, die um ehrliches Geld ehrliche Arbeit
machen wollten, werden im Regen stehen gelassen. Viele von ihnen
werden auf Grund dieser Pleite in den Anschlusskonkurs schlittern.
Wieviele es sein werden ist bis dato noch gar nicht absehbar ",
kritisiert KommR Walter Fischer, Landesobmann des RfW-NÖ, das
Vorgehen rund um die Causa Park Inn.
Nicht nachvollziehbar ist, wie es zu einer Fremdfinanzierung von ca.
10,5 Millionen Euro kommen konnte, wenn doch nur minimal Eigenkapital
- ganze 3,3 Millionen Euro - vorhanden war: "Will ein
rechtschaffener Unternehmer bei seiner Bank einen Kredit aufnehmen,
muss er sich quasi bis aufs letzte Hemd ausziehen und bekommt, auch
auf Grund der strengen Basel III-Regelungen, meist nichts, geschweige
denn irgendeine Förderung des Landes. Das Förder-Füllhorn wird, so
macht es den Anschein, nur über die Großen ausgeleert." KommR Fischer
fragt sich auch, weshalb bei diesem großen Hotelprojekt die Basel
III-Richtlinien überhaupt nicht zum Einsatz gekommen sind: "Hier galt
anscheinend nicht gleiches Recht für alle."
Die Subventionen vom Land gab es auf falsche Angaben des Betreibers,
Martin Cserni, hin: "Der behauptete ja bei der Vorstellung des
Projektes, den absolut besten Platz in Klosterneuburg für ein
derartiges Hotel gefunden zu haben. Bei Ankündigung der Insolvenz gab
Herr Cserni dann dem äußerst ungünstigen Standort die Schuld: "Es ist
unglaublich, welche Schauermärchen hier aufgetischt wurden. Ich
glaube nicht, dass es in der Medizin bisher ein Phänomen dieser Art
gab - nämlich jemanden der innerhalb von nicht einmal zwei Jahren
derart schwer an Alzheimer erkrankt, und sich an nichts mehr erinnern
kann", so KommR Fischer und weiter, "es gab ja anscheinend auch keine
ausreichende Kontrolle, keinerlei Standortanalysen oder
Wirstchaftspläne. Tourismusgeld und Wirtschaftsförderungen, die
unsere Betriebe dringend brauchen könnten, wurden hier in den Rachen
eines Pleitegeiers geworfen."
Für den RfW stellt sich aktuell nur eine Frage: "Wer unterstützt
jetzt die Unternehmer, die auf Grund dieser riesen Pleite des Park
Inn Hotels in den Konkurs schlittern? Hier ist eine Beantwortung so
rasch als möglich notwendig", fordert RfW-Landesobmann KommR Walter
Fischer abschließend.
Rückfragehinweis:
RfW-Niederösterreich
01/408 25 20 DW 17
[email protected]
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