Wehsely: Wiener OP-Anmeldesystem vorbildhaft für ganz Österreich

Wien (OTS) - "Im Jänner 2008 habe ich das neue elektronische OP-Anmeldezeiten-Management der Spitäler der Stadt Wien präsentiert. Heute arbeiten bereits alle Spitäler der Stadt Wien mit dem neuen System, die Anmeldezeiten sind in vielen Fächern deutlich gesunken. Es freut mich, wenn dieses erfolgreiche Modell österreichweit verpflichtend werden soll", erklärte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Donnerstag gegenüber der Rathaus-Korrespondenz. "Für uns ist wichtig, dass die MitarbeiterInnen in den Spitälern der Stadt Wien ihre Stärken und ihre Ausbildung optimal einsetzen können. Effizienz und Effektivität bei der täglichen Arbeit brauchen auch die geeigneten Rahmenbedingungen. Das OP-Anmeldezeiten-Management des KAV steht stellvertretend für viele sinnvolle Verbesserungen in den Spitälern der Stadt Wien", so Wehsely weiter. *****

Die Anmeldezeit bei Operationen des Grauen Stars betrug vormals im Krankenhaus Hietzing durchschnittlich 12 Wochen. Heute vergehen vom Zeitpunkt der Anmeldung bis zum Operationstermin maximal drei Wochen. Wartete man etwa auf neurochirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule in der Krankenanstalt Rudolfstiftung im Dezember 2009 durchschnittlich 87 Tage, waren es zuletzt durchschnittlich 52 Tage vom Anmeldezeitpunkt bis zur Operation. Die Anmeldezeit für Knieoperationen im Orthopädischen Krankenhaus Gersthof liegt seit dem vergangenen Jahr konstant niedrig bei durchschnittlich 130 Tagen. Für eine Hüftoperation im Otto-Wagner-Spital braucht es aktuell eine Anmeldezeit von durchschnittlich 51 Tagen.

Das Wartelistenmanagement erfolgt vollkommen transparent und verhindert Doppel- oder Mehrfachmeldungen. Den ÄrztInnen ist es damit möglich, festzuhalten, wann und warum sie PatientInnen auf die OP-Terminliste setzen und welche Vorbereitungen notwendig sind. Bei planbaren, nicht akuten Eingriffen wird gemeinsam mit den PatientInnen nach ein passenden Terminen gesucht. Auf spezielle Wünsche der PatientInnen, etwa wegen eines anstehenden Urlaubs, wird Rücksicht genommen. In vielen Fällen muss aber auch aus medizinischer Sicht eine Menge vorbereitet werden, damit eine Operation korrekt durchgeführt werden kann.

Bevorzugungen durch das computergesteuerte System sind nicht möglich. Die Dringlichkeit der OP-Termin-Vergabe bestimmen ausschließlich medizinische Kriterien. Für Akutfälle, die immer sofort behandelt werden, steht selbstverständlich eine 24-Stunden-Versorgung zur Verfügung.

Ausweitung der Operationszeiten

Eine weitere entscheidende Maßnahme zur Verkürzung der OP-Anmeldezeiten ist die kontinuierliche Ausdehnung der Operationszeiten bis 18 Uhr. 50 Prozent aller operierenden Abteilungen im KAV operieren bereits sowohl vormittags als auch nachmittags. Möglich wird das durch flexiblere Dienstzeiteneinteilungen. (Schluss) me

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81 231
Fax: 01/ 4000/99 81 231
Handy: 0676/8118 69522
E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at

Wiener Krankenanstaltenverbund/Presse
Conny Lindner, Bakk.phil.
Tel: 01/40409-70054
cornelia.lindner@wienkav.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0005