LR Anschober: Gründe für GVO-Verbot im Sinne Oberösterreichs präzisiert

2011 wird Entscheidungsjahr für Selbstbestimmungsrecht - Zulassung muss parallel reformiert werden

Linz (OTS) - Das Jahr 2011 gilt als Entscheidungsjahr im Kampf
gegen die Gentechnik. Denn über den Vorschlag der Europäischen Kommission für ein nationales Selbstbestimmungsrecht wird heuer endgültig entschieden - ob eine Mehrheit der Mitgliedstaaten dafür stimmt, ist noch nicht gesichert. Auch das Europäische Parlament hat eine entscheidende Rolle, der zuständige Ausschuss hat seine Beratungen dazu Ende Februar begonnen, im Juni soll im Plenum darüber abgestimmt werden.

Nun hat die Kommission eine Liste vorgelegt, in der die Gründe für ein mögliches nationales Verbot präzisiert werden, z.B. wenn der Anbau die öffentliche Ordnung gefährden würde. Aber auch religiöse Bedenken werden angeführt, ebenso wenn ein Mitgliedstaat Produkte frei von Gentechnik halten oder bestimmte Ökosysteme schützen will.

LR Anschober: "Grundsätzlich begrüße ich die Vorschläge der Kommission für eine Selbstbestimmung der Länder beim Anbau von GVO natürlich. Wichtig ist aber gleichzeitig, das System der Zulassungen von GVO in der EU deutlich zu verbessern. Denn wir wollen am Ende des Tages keinen Phyrrussieg erringen, indem die Länder zwar ein Selbstbestimmungsrecht erhalten, gleichzeitig aber GVO in der EU viel schneller zugelassen werden. Die Europäische Kommission agiert ja nach wie vor sehr GVO-freundlich."

LR Anschober weiter: "Daher ist auch in Zukunft das starke Netzwerk der bereits 54 GVO-freien Regionen gefragt. Die BürgerInnen wollen keine Gentechnik im Lebensmittelbereich, wir werden daher unseren GVO-freien Weg konsequent fortsetzen und den Druck für eine Verbesserung des gesamten GVO-Regelwerkes weiter verstärken", so der für die Anti-Gentechniklinie zuständige Umweltlandesrat Rudi Anschober.

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Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, rudi.leo@ooe.gv.at, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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