• 02.03.2011, 17:03:50
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Katholische Aktion erfreut über Baustopp für Megakraftwerk Belo Monte

Wien (OTS) - Wien, 02.03.11 (PEW) Die Katholische Aktion (KA) der
Erzdiözese Wien freut sich mit dem austro-brasilianischen Bischof Dom
Erwin Kräutler, dass ein brasilianisches Gericht die Teilgenehmigung
für den Bau des weltweit drittgrößten Wasserkraftwerkes Belo Monte im
Amazonas-Gebiet vorerst gestoppt hat, weil Umweltauflagen nicht
erfüllt sind. Gleichzeitig sichert die Katholische Aktion der
Erzdiözese Wien Bischof Kräutler als dem Träger des alternativen
Friedensnobelpreises ihre anhaltende Solidarität und Unterstützung
zu.

"Für Dankgottesdienste ist es allerdings noch zu früh", betonte
KA-Präsident Rembert Schleicher am Mittwoch: "Es sind noch weitere
Gerichtsverfahren in Brasilien anhängig, die Belo Monte gänzlich
stoppen können - oder auch nicht. Wenn die Andritz AG Mitte Februar
über einen Lieferauftrag gejubelt hat, obwohl diese verschiedenen
Verfahren noch längst nicht abgeschlossen sind, dann macht mich das
sehr nachdenklich. Diese Jubelmeldung zeigt, dass umweltethische und
menschenrechtliche Aspekte des Projekts vom Grazer Unternehmen
offensichtlich ausgeklammert worden sind." Die Menschen im Raum des
geplanten Großkraftwerks seien entgegen den Bestimmungen der
brasilianischen Verfassung nicht in den Planungs- und
Genehmigungsprozess des Mega-Projektes eingebunden worden.

Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien werde im Gespräch mit der
Andritz AG darauf drängen, dass der österreichische Konzern seine
Projekte nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien prüft, sondern
gemäß des firmeninternen CSR-Leitbildes (Corporate Social
Responsibility) menschenrechtliche und ökologische Auflagen erfüllt.
Rembert Schleicher appellierte an Andritz-Vorstand Wolfgang Leitner:
"Nehmen Sie Abstand von einer Beteiligung am Prestigeprojekt Belo
Monte. Setzen Sie damit ein Zeichen dafür, dass nur nachhaltiges und
solidarisches Wirtschaften Zukunft hat! Stellen Sie damit unter
Beweis, dass Ihnen die Menschen und die Natur mindestens ebenso ein
Anliegen sind wie der Gewinn Ihrer Firma! Bieten Sie den Brasilianern
Ihre angepassten Technologien an!" Zu Belo Monte gebe es menschen-
und naturfreundliche Alternativen. Bischof Kräutler fordere dazu auf,
mehr in die Energieeffizienz zu investieren. Dadurch könne Brasilien
seinen Energiebedarf um 40 Prozent reduzieren, habe der WWF in einer
Studie vorgerechnet.

Teilorganisationen der Katholischen Aktion und viele andere Umwelt-
und Menschenrechts-Organisationen in Österreich haben sich einem
Solidaritäts-Aufruf der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
für Bischof Kräutler angeschlossen (Internet: www.dka.at/belomonte).
(ende)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Erich Leitenberger
1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
Tel: 01/51552-3591
E-Mail: [email protected]

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