- 02.03.2011, 14:02:17
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Der Österreichische Integrationspreis 2011
Eine Initiative des ORF, des Vereins "Wirtschaft für Integration" und der österreichischen Wirtschaft
Wien (OTS) - Als konstruktiven Beitrag zu einem der wesentlichsten
Zukunftsthemen haben der ORF, der Verein "Wirtschaft für Integration"
und die österreichische Wirtschaft im Vorjahr den Österreichischen
Integrationspreis ins Leben gerufen. Mit großem Erfolg: Eingereicht
wurden 362 Projekte, die zum interkulturellen Zusammenleben sowie zur
Integration von zugewanderten Menschen beitragen.
Auch 2011 sind Einzelpersonen, Vereine, Einrichtungen, Gemeinden oder
Unternehmen aufgerufen, ihre Initiativen und Projekte im Bereich
Integration ins Rennen um den Österreichischen Integrationspreis zu
schicken. Einreichungen sind ab sofort in vier Kategorien möglich:
"anpacken & initiativ sein", "bilden & befähigen", "unternehmen &
arbeiten" sowie "fördern & unterstützen". Die Einreichfrist endet am
1. April um 12.00 Uhr.
Eine hochkarätig besetzte Jury ermittelt dann die jeweils besten vier
Projekte je Kategorie. Das ORF-Servicemagazin "Konkret" präsentiert
diese 16 Einreichungen vom 9. Mai bis 3. Juni (Mo-Fr, 18.30 Uhr, ORF
2), die besten vier Projekte werden am 7. Juni im Rahmen einer
feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Neu ist, dass die Jury
heuer insgesamt 10.000 Euro Preisgeld nach ihrem Ermessen an die
Siegerprojekte aufteilen kann.
Alle Informationen sind auf http://integrationspreis.ORF.at zu
finden.
Die Partner
Gemeinsam mit dem ORF und dem Verein "Wirtschaft für Integration"
unterstützen auch 2011 Interessenvertretungen und namhafte
Unternehmen den Österreichischen Integrationspreis -
Hauptkooperationspartner sind die Industriellenvereinigung (IV),
Novomatic, die Österreichische Lotterien, UNIQA, die Raiffeisen
Zentralbank, die Wiener Stadtwerke, die Wien Holding, die
Wirtschaftskammer Wien und die PORR AG. Sie alle möchten damit
positive Beiträge zur Integrationsdebatte leisten und das große
Potenzial der Zuwanderung sichtbar machen.
Integration: Chancen für unsere Gesellschaft
"Integration ist nicht nur eine Sache der Menschlichkeit, sondern
auch eine wichtige Voraussetzung, um Wohlstand und Wohlbefinden
unserer Gesellschaft weiterhin sicherstellen zu können", betonen die
beiden Schirmherrn des Vereins "Wirtschaft für Integration", Wiens
Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Raiffeisen-Generalanwalt Dr.
Christian Konrad.
Häupl: "Wien ist auch deswegen eine erfolgreiche Metropole, weil sie
seit jeher von kultureller Vielfalt geprägt war. Die Integration von
Menschen aus anderen Ländern ist heute Herausforderung und Chance
zugleich. Das Potenzial, das diese Menschen für unsere Stadt
darstellen, kann nur dann gehoben werden, wenn auf Basis von Respekt
und Rücksichtnahme alle Bewohnerinnen und Bewohner an einer
gemeinsamen Zukunft arbeiten."
Konrad: "Integration ist eines der wichtigsten Themen für unser Land.
Menschen, die zugewandert sind, sind eine Bereicherung für
Österreich, und müssen sich auch als Bereicherung, als Mitarbeiter,
Unternehmer, Geschäftspartner und auch als Freunde willkommen fühlen.
Gelungene Integration bringt Lebensqualität und sichere
Arbeitsplätze. Integration sichert die internationale
Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, wenn wir auf die Chancen und die
Zukunft schauen. Der Integrationspreis will daher die Vielfalt
bereits laufender Projekte als Mut-Injektion vor den Vorhang bitten."
Informieren, diskutieren, motivieren - Integration im ORF
"Integration als zentrales Zukunftsthema der österreichischen
Gesellschaft hat auch im ORF einen sehr hohen Stellenwert. Über die
wertfreie Berichterstattung in Fernsehen, Radio und Online
hinausgehend sind Integrationsaspekte regelmäßig Thema von
Diskussionssendungen, Dauerbrenner einzelner Formate und werden
selbstverständlich auch in der Unterhaltung umgesetzt", skizziert
Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz die Integrationsbemühungen des
ORF. Und: "Der Österreichische Integrationspreis soll sich als
jährlicher Höhepunkt und als Motor für ein respektvolles
Zusammenleben etablieren." Allein mit den TV-Sendungen rund um den
Award, insbesondere dem Servicemagazin "Konkret", hat der ORF 2010
rund 2,9 Millionen Seherinnen und Seher erreicht, das sind 41 Prozent
des österreichischen Fernsehpublikums. Heuer will der ORF noch mehr
Menschen erreichen, die Landesstudios haben dazu bereits ihre
Unterstützung zugesagt.
Österreichischer Integrationspreis: Projekte, Initiativen,
Zivilgesellschaft
"Zugewanderte Menschen sind wichtig für den Wirtschaftsstandort
Österreich. Durchihre Energie, ihre Ideen werden wir stärker im
internationalen Wettbewerb. Die Zeiten nationaler Enge, als jeder für
sich gelebt und gewirtschaftet, hat sind von vorgestern. Mitbürger,
Kollegen und Freunde mit Migrationshintergrund unterstützen
Österreich auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft", beurteilt Dr.
Georg Kraft-Kinz, Obmann des Vereins Wirtschaft für Integration die
Situation.
"Integration in Österreich ist gelebte Praxis, das hat der
Integrationspreis 2010 eindrucksvoll gezeigt", freut sich sein
Stellvertreter, der in Teheran geborene Wiener Unternehmer Mag. Ali
Rahimi. "Der Österreichische Integrationspreis 2011 wird mit
Projekten und Initiativen zeigen, wie groß der Einsatz der
Zivilgesellschaft in dem Bereich ist. Jeden Tag bringen Menschen,
denen das gute Zusammenleben in unserem Land wichtig ist, durch ihr
Engagement mehr Nachhaltigkeit, mehr Veränderung und mehr Bewegung in
das Zukunfts-Themenfeld Integration", so die Obleute des Vereins.
Integration Schlüssel für eine dynamische Gesellschaft und
internationale Wettbewerbsfähigkeit
"Die Chancen der Vielfalt werden in Österreich immer noch
unterschätzt. Die Pluralität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist
aber eine zentrale Wettbewerbsstärke. Deshalb muss Offenheit und
Toleranz in der Bevölkerung gefördert werden", begründete der
Präsident der IV Wien, Mag. Georg Kapsch, das Engagement der
Industriellenvereinigung (IV) für den Österreichischen
Integrationspreis. Mit einer pluralistischen Gesellschaft werde es
uns gelingen, "international wettbewerbsfähig zu sein und Österreich
als Lebens- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu machen". Es gelte
daher, auf allen Ebenen Integrationspolitik aktiv zu fördern. Der
Integrationspreis biete die optimale Möglichkeit, positiven
Integrationsbeispielen eine Bühne zu geben.
Dr. Dwora Stein, Jurymitglied seit 2010, Bundesgeschäftsführerin der
Gewerkschaft der Privatangestellten Druck, Journalismus, Papier und
Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Wien unterstreicht: "Wir müssen
endlich lernen, Menschen mit Migrationshintergrund nicht als
Belastung für unsere Gesellschaft zu sehen, sondern als Bereicherung,
die ein großes Potential zur positiven Weiterentwicklung mitbringen.
Viele Bereiche unserer Wirtschaft würden ohne deren Beitrag überhaupt
nicht mehr funktionieren. Freilich muss eine sinnvolle
Migrationspolitik mit einer umfassenden Integrationspolitik
kombiniert werden. Integration bedarf vielfältiger Maßnahmen. Der
Integrationspreis und die Projekte, die durch ihn ausgezeichnet
werden, leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Absolut nicht vom Geist
der positiven Integration getragen sehe ich hingegen die ständigen
Verschärfungen der Fremdengesetze. Wir sollten vielmehr den Menschen
das Gefühl geben, dass sie in unserer Gesellschaft erwünscht sind und
ihnen eine Perspektive bieten."
Die Jury
Dwora Stein ist auch Mitglied der Jury des Österreichischen
Integrationspreises, der weiter angehören: Eva Grabherr,
Historikerin, Judaistin und Integrationsexpertin; Kenan Güngör,
Experte Integrations- & Diversitätsfragen; Aleksandra Izdebska,
Geschäftsführerin und Personalleitung DiTech; Brigitte Jank,
Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien; Franz Küberl, Präsident der
Caritas Österreich; Silvana Meixner, Leiterin
ORF-Minderheitenredaktion; Ali Rahimi, stv. Obmann "Wirtschaft für
Integration"; Christoph Ronge, Wiener Stadtwerke, Public Affairs;
sowie Erika Tiefenbacher, Direktorin der Kooperativen Mittelschule
Schopenhauerstraße - als Gewinnerin Österreichischer
Integrationspreis 2010 in der Kategorie "bilden & befähigen" erstmals
in der Jury.
Rückfragehinweis:
Mag. Eser Akbaba Verein "Wirtschaft für Integration" Kommunikation & Marketing +43 1 94 44 846 +43 (0) 676 56 10 665 [email protected] www.vwfi.at Birgit Kohlmaier-Schacht ORF-Unternehmenskommunikation (01) 87878 - DW 13944 [email protected] http://presse.ORF.at
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