• 02.03.2011, 11:51:11
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NÖGKK-Hutter: Krankenkassensanierung erfolgreich, Spitalsreform muss folgen

Sobotka versucht Ablenkungsmanöver wegen NÖ-Spitalsmisere

St. Pölten (OTS) - "Ein skurilles Ablenkungsmanöver gegen die
hochnotwendigen Pläne von Gesundheitsminister Stöger zur Reform und
Sanierung des Spitalswesens" sieht NÖGKK-Obmann und
ARGE-Krankenversicherungsträger-Vorsitzender Gerhard Hutter im
Vorschlag von NÖ-LH-Stv. Wolfgang Sobotka zur
Krankenkassen-Fusionierung. Skurril deshalb, weil die Krankenkassen
Dank eigener Kostendämpfungsmaßnahmen und Entschuldungsschritten
durch Gesundheitsminister Stöger wieder schwarze Zahlen schreiben,
während das Spitalswesen eine finanzielle Zeitbombe im
Gesundheitswesen ist. In Zahlen: Die Spitalskosten sind in den
letzten Jahren im Schnitt jährlich um 4,4 % und damit deutlich über
dem BIP und den Krankenkassenausgaben gestiegen. Hutter: "Die echte
Baustelle im Gesundheitswesen zur langfristigen Sicherung sind
unbestritten die Spitäler, eine einheitliche Planung, Steuerung und
Finanzierung daher ein Gebot der Stunde. Andernfalls werden die
Einsparungsmaßnahmen der Krankenkassen von den Spitalskosten wieder
aufgefressen. Denn der größte Budgetbrocken der NÖGKK sind die
Spitäler - und genau bei diesen 500 Mio. Euro jährlich haben wir
keinerlei Einfluss oder Kontrolle!"

Gemeinsame Benchmarks und Nutzung von Synergien sind bei den
Krankenkassen umgesetzt; eine Zusammenlegung würde monetär nichts
bringen, die regionale Berücksichtigung der Versorgung aber deutlich
reduzieren. Hutter: "Mit seinem Vorschlag zur Zusammenlegung stellt
Sobotka den Föderalismus in Frage - allerdings dürfte er übersehen
haben, dass die erste Frage dann lauten müsste: Brauchen wir neun
Bundesländer?"

Als echte Bedrohung sieht Hutter Sobotkas Alternativ-Vorschlag:
Die Menschen sollen sich ihre Krankenkasse aussuchen. "Klingt nur gut
- denn aussuchen können es sich nur die Gesunden, gut Verdienenden,
Kinderlosen. Die Mutter mit behindertem Kind, der chronisch Kranke,
der von uns jedes Jahr Therapien um hunderttausende Euro bekommt,
bleibt dann über."

Hutter abschließend: "Ich empfehle Sobotka, konstruktive
Vorschläge für den eigenen Bereich zu machen, immerhin ist NÖ das
Land mit den schlechtesten Spitals-Finanzen. Unverantwortlich ist es
- egal ob aus billiger Polemik oder reiner Unwissenheit - ein sozial
verträgliches und stabiles Krankenkassenwesen in Misskredit zu
bringen."

Rückfragehinweis:
NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 050899-5121, Fax: 050899-5181
mailto:[email protected]
www.noegkk.at

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