Keine Übertragung von Kopfläusen durch Mützen, Schals, Kopfpolster

Wien (OTS) - Kopflausbefall soll direkt auf den Köpfen der infizierten Menschen behandelt werden, auf die Desinfektion und Behandlung von Wäsche, Wohnung, Autos usw. kann man getrost verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle wissenschaftliche Studie aus Australien, die das Risiko der Übertragung von Kopfläusen durch Mützen, Schals, Polster usw. untersuchte.

Die Studie stellt zahlreiche Forschungen zu Kopfläusen zusammen. So hatte man in vier australischen Schulen insgesamt 1.000 Kopfbedeckungen untersucht und keine einzige Kopflaus gefunden. 5.500 Kopfläuse fanden die Forscher jedoch auf den Köpfen der Kinder, die genau diese Kopfbedeckungen trugen. Eine andere Studie beschäftigte sich mit der Kopflausübertragung durch Kopfpolster und kam zu dem Ergebnis, dass nur 0,1% der Kopfläuse vom Kopf auf einen Gegenstand wie z.B. einen Polster wechseln. Ein vernachlässigbares Risiko, wie die Autoren der Studie meinen.

Schluss mit Desinfektionsorgien

Das ist eine gute Nachricht für gestresste Familien, wenn offenbar keine Veranlassung für zeitaufwändige Desinfektionsarbeiten im Haushalt besteht. Die Kopflausbehandlung selbst ist vergleichsweise einfach. Außerdem stehen dafür seit kurzem neben den chemischen Keulen auch sanftere und dennoch hochwirksame Kopflausmittel auf Dimeticon-Basis zur Verfügung.

NYDA(R) - Marktführer unter den deutschen Kopflauspräparaten -enthält zwei unterschiedlich viskose Dimeticone (insgesamt 92%): ein dünnflüssiges, leicht flüchtiges und ein dickflüssiges, schwer flüchtiges. Die Dimeticonlösung dringt tief in das Atemsystem der Läuse, Larven und Eier ein und verdrängt den Sauerstoff. Das dünnflüssige Dimeticon verflüchtigt sich - dadurch dickt die Lösung ein und verschließt so das Atemsystem irreversibel. Kopfläuse und alle ihre Entwicklungsstadien ersticken. Das physikalische Wirkprinzip macht Resistenzentwicklungen äußerst unwahrscheinlich. Gegenüber den bisher üblichen Insektiziden werden hingegen weltweit immer mehr Fälle resistenter Kopfläuse registriert.

Die Häufigkeit von Kopflausbefall sei in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen, so die Autoren der Studie. Dementsprechend wichtig ist es, Möglichkeiten der Kontrolle dieser Infektionen zu finden. Das heißt, die Übertragung zu unterbrechen und damit die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Kopflausbefall sei am besten zu begegnen, in dem jeder einzelne Fall rasch behandelt wird. Das stoppt nicht nur die Infektion selbst sondern auch das Risiko einer Übertragung auf andere. Zunehmende Resistenzen gegen herkömmliche Kopflausmittel auf Basis von Insektiziden wie Permethrin, Pyrethrum oder Allethrin haben die rasche und wirksame Behandlung in den letzten Jahren erschwert.

Quelle:
1) Canyon DV, Speare R (2010): Indirect Transmission of Head Lice via Inanimate Objects. The Open Dermatology Journal, 2010, 4, 72-76.

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