- 01.03.2011, 12:17:34
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Keine Übertragung von Kopfläusen durch Mützen, Schals, Kopfpolster - BILD

Wien (OTS) - Kopflausbefall soll direkt auf den Köpfen der
infizierten Menschen behandelt werden, auf die Desinfektion und
Behandlung von Wäsche, Wohnung, Autos usw. kann man getrost
verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle wissenschaftliche
Studie aus Australien, die das Risiko der Übertragung von Kopfläusen
durch Mützen, Schals, Polster usw. untersuchte.
Die Studie stellt zahlreiche Forschungen zu Kopfläusen zusammen.
So hatte man in vier australischen Schulen insgesamt 1.000
Kopfbedeckungen untersucht und keine einzige Kopflaus gefunden. 5.500
Kopfläuse fanden die Forscher jedoch auf den Köpfen der Kinder, die
genau diese Kopfbedeckungen trugen. Eine andere Studie beschäftigte
sich mit der Kopflausübertragung durch Kopfpolster und kam zu dem
Ergebnis, dass nur 0,1% der Kopfläuse vom Kopf auf einen Gegenstand
wie z.B. einen Polster wechseln. Ein vernachlässigbares Risiko, wie
die Autoren der Studie meinen.
Schluss mit Desinfektionsorgien
Das ist eine gute Nachricht für gestresste Familien, wenn offenbar
keine Veranlassung für zeitaufwändige Desinfektionsarbeiten im
Haushalt besteht. Die Kopflausbehandlung selbst ist vergleichsweise
einfach. Außerdem stehen dafür seit kurzem neben den chemischen
Keulen auch sanftere und dennoch hochwirksame Kopflausmittel auf
Dimeticon-Basis zur Verfügung.
NYDA(R) - Marktführer unter den deutschen Kopflauspräparaten -
enthält zwei unterschiedlich viskose Dimeticone (insgesamt 92%): ein
dünnflüssiges, leicht flüchtiges und ein dickflüssiges, schwer
flüchtiges. Die Dimeticonlösung dringt tief in das Atemsystem der
Läuse, Larven und Eier ein und verdrängt den Sauerstoff. Das
dünnflüssige Dimeticon verflüchtigt sich - dadurch dickt die Lösung
ein und verschließt so das Atemsystem irreversibel. Kopfläuse und
alle ihre Entwicklungsstadien ersticken. Das physikalische
Wirkprinzip macht Resistenzentwicklungen äußerst unwahrscheinlich.
Gegenüber den bisher üblichen Insektiziden werden hingegen weltweit
immer mehr Fälle resistenter Kopfläuse registriert.
Die Häufigkeit von Kopflausbefall sei in den vergangenen
Jahrzehnten gestiegen, so die Autoren der Studie. Dementsprechend
wichtig ist es, Möglichkeiten der Kontrolle dieser Infektionen zu
finden. Das heißt, die Übertragung zu unterbrechen und damit die
Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Kopflausbefall sei am
besten zu begegnen, in dem jeder einzelne Fall rasch behandelt wird.
Das stoppt nicht nur die Infektion selbst sondern auch das Risiko
einer Übertragung auf andere. Zunehmende Resistenzen gegen
herkömmliche Kopflausmittel auf Basis von Insektiziden wie
Permethrin, Pyrethrum oder Allethrin haben die rasche und wirksame
Behandlung in den letzten Jahren erschwert.
Quelle:
1) Canyon DV, Speare R (2010): Indirect Transmission of Head Lice via
Inanimate Objects. The Open Dermatology Journal, 2010, 4, 72-76.
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