KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Mittendrin im Spiel (von Claudia Grabner)

Ausgabe, 27. Februar 2011

Klagenfurt (OTS) - >Jedenfalls bin ich froh, "dass die Sache gerichtlich aufgeklärt wird. Ich bin felsenfest überzeugt, dass ich freigesprochen werde. Ich habe absolut nichts getan<, reagiert FPK-Parteiobmann Uwe Scheuch auf die Anklage in der >Part of the game<- Affäre und genau das ist "der Punkt: Die felsenfeste Überzeugung, ABSOLUT NICHTS GETAN ZU HABEN.
Ob sie jetzt Scheuch, Grasser, Meischberger oder sonst wie heißen:
Allesamt, wie sie da ihre Geschäfte anbahnen, ihre Beziehungen spielen lassen und ihre Kontakte ausreizen, glauben, eine weiße Weste "zu haben. Supersauberes Gewissen inklusive. Angepatzt? Schuldig? Das seien die anderen. Die anderen, die nicht mittendrin im game stehen, das vor lauter parts den Blick auf die Moral verstellt. Es mag schon sein, dass man als Teil des Spiels die Realität aus den Augen verliert. Die Realität, die sich über die Regeln des Anstandes definieren sollte.
Im Grunde genommen ist genau das der Kern des Problems, das sich (seit wann schon?) in die Seele der Politik frisst. Man schämt sich nicht mehr, wenn man Unanständiges tut weil man nicht registriert, dass man den Anstand links liegen gelassen hat ... Die Flucht der Politik vor der moralischen Fadesse ihrer Bürger?

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