• 26.02.2011, 10:45:04
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LR Ragger fordert bundesweite Einführung des Lehrberufes Pflege

Kärnten, Vorarlberg und Tirol haben bereits Versuchsmodell

Klagenfurt (OTS) - Aufgrund der aktuellen bundesweiten Diskussion
um das Thema Pflege meldet sich nun auch Kärntens Sozialreferent LR
Mag. Christian Ragger zu Wort: "Die bestmögliche Versorgung von
pflegebedürftigen Menschen erfordert auch begleitende Maßnahmen in
der Bildungspolitik. Es ist nicht einzusehen, warum in einem
Berufsfeld, das wegen langfristigen Bedarfs absolut krisensicher ist
- nämlich der Pflege - keine Lehre angeboten wird". Gemeinsam mit den
Bundesländern Vorarlberg und Tirol habe er bereits ein Versuchsmodell
"Lehre in Pflegeheimen" gestartet.

Bei einem solchen Versuchsmodell sollte man prüfen, ob die bisherigen
Gegenargumente zutreffend sind. Diese laufen darauf hinaus, dass
junge Menschen noch nicht reif genug für Tätigkeiten in einem
Pflegeheim sind. Natürlich müsse man diese laut Ragger ernst nehmen,
es gebe aber auch andere Meinungen hierzu. Man könnte die Ausbildung
der Pflege-Lehrlinge auch so gestalten, dass Rücksicht darauf
genommen wird und die direkte praktische Pflege-Ausbildung in die
zweite Hälfte der Lehrzeit verlagert wird. Die Lehrzeit sollte laut
Ragger jedenfalls mit dem Ausbildungsdekret zum Pflegehelfer enden.

Für Ragger ist es unverständlich, warum die Bundesregierung dieses
Problem bisher vollkommen ignoriert. Dabei müsste man nichts Eigenes
erfinden, sondern ein Blick in die Schweiz genüge. Die Eidgenossen
hätten ihre Nachwuchssorgen mit einigem Erfolg gelöst, indem sie den
Lehrberuf Pflege eingeführt hätten. Dieses Modell könnte Österreich
sofort unternehmen, erfolgt doch die Ausbildung im bewährten dualen
Ausbildungssystem. Auch die Erfahrungsberichte würden bisher äußerst
positiv ausfallen. Wichtig sei es dabei nur, genau festzulegen,
welche Tätigkeiten in welchem Lehrjahr durchgeführt werden dürften.
Zu Beginn der Pflegelehre solle vor allem die theoretische Ausbildung
im Vordergrund stehen. Nach drei Jahren dualer Ausbildung werde dann
die Lehre als Pflegehelfer abgeschlossen. Darüber hinaus könne sich
der Pflegehelfer in weiterer Folge auf Alten- oder Behindertenarbeit
spezialisieren und zudem eine Ausbildung als diplomierte Fachkraft
anhängen.

"Weiters werde in Kärnten bereits ein Pilotprojekt erarbeitet, wo in
Berufsschulen zukünftig diese Pflegelehre angeboten werden sollte",
berichtet Ragger abschließend.

Rückfragehinweis:
Büro LR Mag. Christian Ragger
Pressesprecherin: Mag. Kristina Terplak
Tel.: 050536 / 22704 oder 0664 / 80536 22704

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