LR Ragger fordert bundesweite Einführung des Lehrberufes Pflege

Kärnten, Vorarlberg und Tirol haben bereits Versuchsmodell

Klagenfurt (OTS) - Aufgrund der aktuellen bundesweiten Diskussion um das Thema Pflege meldet sich nun auch Kärntens Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger zu Wort: "Die bestmögliche Versorgung von pflegebedürftigen Menschen erfordert auch begleitende Maßnahmen in der Bildungspolitik. Es ist nicht einzusehen, warum in einem Berufsfeld, das wegen langfristigen Bedarfs absolut krisensicher ist - nämlich der Pflege - keine Lehre angeboten wird". Gemeinsam mit den Bundesländern Vorarlberg und Tirol habe er bereits ein Versuchsmodell "Lehre in Pflegeheimen" gestartet.

Bei einem solchen Versuchsmodell sollte man prüfen, ob die bisherigen Gegenargumente zutreffend sind. Diese laufen darauf hinaus, dass junge Menschen noch nicht reif genug für Tätigkeiten in einem Pflegeheim sind. Natürlich müsse man diese laut Ragger ernst nehmen, es gebe aber auch andere Meinungen hierzu. Man könnte die Ausbildung der Pflege-Lehrlinge auch so gestalten, dass Rücksicht darauf genommen wird und die direkte praktische Pflege-Ausbildung in die zweite Hälfte der Lehrzeit verlagert wird. Die Lehrzeit sollte laut Ragger jedenfalls mit dem Ausbildungsdekret zum Pflegehelfer enden.

Für Ragger ist es unverständlich, warum die Bundesregierung dieses Problem bisher vollkommen ignoriert. Dabei müsste man nichts Eigenes erfinden, sondern ein Blick in die Schweiz genüge. Die Eidgenossen hätten ihre Nachwuchssorgen mit einigem Erfolg gelöst, indem sie den Lehrberuf Pflege eingeführt hätten. Dieses Modell könnte Österreich sofort unternehmen, erfolgt doch die Ausbildung im bewährten dualen Ausbildungssystem. Auch die Erfahrungsberichte würden bisher äußerst positiv ausfallen. Wichtig sei es dabei nur, genau festzulegen, welche Tätigkeiten in welchem Lehrjahr durchgeführt werden dürften. Zu Beginn der Pflegelehre solle vor allem die theoretische Ausbildung im Vordergrund stehen. Nach drei Jahren dualer Ausbildung werde dann die Lehre als Pflegehelfer abgeschlossen. Darüber hinaus könne sich der Pflegehelfer in weiterer Folge auf Alten- oder Behindertenarbeit spezialisieren und zudem eine Ausbildung als diplomierte Fachkraft anhängen.

"Weiters werde in Kärnten bereits ein Pilotprojekt erarbeitet, wo in Berufsschulen zukünftig diese Pflegelehre angeboten werden sollte", berichtet Ragger abschließend.

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