• 26.02.2011, 08:00:01
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"profil": Hypo Alpe-Adria will Anteilsverkauf von Liechtenstein-Tochter rückabwickeln

Ein von der Bank in Auftrag gegebenes Gutachten bewertet den Deal von 2007 als "Scheingeschäft"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am
Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, will die Kärntner Hypo Alpe
Adria den 2007 erfolgten Verkauf von 51 Prozent Anteilen an der Alpe
Adria Privatbank (vormals Hypo Alpe Adria Liechtenstein AG)
rückabwickeln. Ein von der Klagenfurter Bank in Auftrag gegebenes
Gutachten kommt zu dem Schluss, dass es sich bei dem Deal um ein
"Scheingeschäft" handelte. Die Anteile seien nur formell, nie
materiell verkauft worden, weil auch in Folge alle Verpflichtungen
und Erträge bei der Hypo geblieben sind, inklusive der
Liquidationserlöse des seit 2009 in Auflösung befindlichen Instituts.
Für die Hypo-Ermittler ist die Rückabwickelung des Verkaufs und die
damit gewonnene Einsicht in die Bücher der AAP von entscheidender
Bedeutung für die Aufklärung der Vorgänge rund um die Hypo.

Die Klagenfurter Hypo hatte Ende 2007, also kurz nach dem Einstieg
der Bayerischen Landesbank, unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden
Tilo Berlin 51 Prozent an der Tochter im Fürstentum an eine
Investorengruppe verkauft, vertreten durch ein "Industrie- und
Finanzkontor Etabl. Vaduz". Bei nämlichem "Kontor" handelt es sich um
ein Vehikel von "Seiner Durchlaucht Prinz Michael von und zu
Liechtenstein", ein Cousin von Fürst Hans Adam II, und "Graf Francis
von Seilern-Aspang". Die restlichen 49 Prozent blieben unter
Klagenfurter Einfluss. Die Bank steht seit April 2009 in Liquidation.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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