- 23.02.2011, 11:06:45
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Land NÖ wird Letztbegünstigter der neuen Wenger-Stiftung
LH Pröll: Bereicherung der Landessammlung
St. Pölten (OTS/NLK) - Für den Nachlass der weltberühmten
Künstlerin Susanne Wenger wird die "Gesamtkunstwerk Susanne Wenger
Foundation Privatstiftung" begründet, die als Letztbegünstigter des
Stiftungsvermögens das Land Niederösterreich vorsieht. Die NÖ
Landesregierung hat auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll dem entsprechenden Notariatsakt zugestimmt.
Susanne Wenger gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen
Österreichs nach 1945. Im Jahr 1947 war sie Mitbegründerin des Wiener
Art-Clubs, einer Plattform für junge Maler, Bildhauer, Autoren und
Musiker. Ab 1960 lebte und arbeitete sie in Oshogbo, Nigeria. Sie
setzte sich intensiv mit der einheimischen Yoruba-Religion
auseinander und wurde später Yoruba-Priesterin. Sechzig Jahre Kunst
und Leben in Afrika machten sie zu einer weltweit anerkannten
Künstlerin. Im Jahr 2009 verstarb Susanne Wenger im Alter von 94
Jahren. Ihr Werk wollte sie in einer Stiftung bewahrt sehen, deren
Letztbegünstigter das Land Niederösterreich ist.
Die Künstlerin stand mit dem Land Niederösterreich in besonders engem
Kontakt. Ihre Werke wurden in Krems ausgestellt. Zeitweise lebte sie
in Zöbing bei Langenlois. Im Jahr 2001 erhielt Susanne Wenger das
Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland
Niederösterreich.
Der gesamte, umfangreiche Nachlass der Künstlerin geht in die neue
begründete "Gesamtkunstwerk Susanne Wenger Foundation Privatstiftung"
ein. Der entsprechende Notariatsakt benennt das Land Niederösterreich
als Letztbegünstigten des Stiftungsvermögens. Dieses wurde gemäß
einem Gutachten mit 3.065.900 Euro bewertet. Für die Aufbewahrung und
Pflege des Nachlasses stellt das Land Niederösterreich der
Wenger-Stiftung Räumlichkeiten in Krems zur Verfügung, die als
öffentlich zugängliches Depot geführt werden. Der jährliche Aufwand
beträgt dafür 35.000 Euro.
"Für die Sammlung des Landes Niederösterreich, insbesondere für
die Afrika-Sammlung, sind die Werke der Grand Dame der Weltkunst eine
erhebliche, stark aufwertende Bereicherung", so Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll, der betont: "Ein wesentliches Anliegen unserer
Kulturarbeit ist die Erhaltung und Pflege des Schaffens von
bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern mit engem Bezug zu
Niederösterreich."
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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