• 23.02.2011, 09:31:25
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Umweltpreis der Stadt Wien 2011: Die Nominierten stehen fest

Sima: "Öko-Investitionen rechnen sich - für Umwelt und Wirtschaft"

Wien (OTS) - Neun Wiener Unternehmen haben den Einzug ins Finale
geschafft und sind für den Umweltpreis der Stadt Wien nominiert, der
im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien bereits zum siebten Mal vergeben
wird. "Auch in diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche Betriebe in
besonderer Weise für den Umweltschutz und eine nachhaltige
Entwicklung in Wien engagiert", freut sich Wiens Umweltstadträtin
Ulli Sima. "Neun Unternehmen konnten die Jury mit ihren spannenden
und innovativen Vorschlägen überzeugen und haben nun die Chance auf
den Umweltpreis."

Die Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung Karin
Büchl-Krammerstätter freut sich, dass immer mehr Unternehmen die
Vorteile nachhaltigen Wirtschaftens erkennen: "Nachhaltiges Denken
kommt nicht nur der Umwelt und den Betrieben zugute, sondern auch den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, weil diese in
Entscheidungsprozesse eingebunden werden." Wer von den nominierten
Betrieben die begehrte Trophäe der Stadt Wien erhält, wird am 16.
März 2011 im Rahmen einer feierlichen Gala unter der Schirmherrschaft
von Bürgermeister Michael Häupl und Umweltstadträtin Ulli Sima im
Rathaus bekanntgegeben.

Die nominierten Projekte 2011

o Die Textilreinigungsfirma ROSA TOIFL & CO GMBH entwickelte ein
neues System zur Ressourcenschonung beim Waschvorgang und zur
Abwärmenutzung. Innovative Steuerungsmöglichkeiten,
Rückgewinnungstanks und eine Wärmetauschanlage haben den Verbrauch an
Wasser, Spülmittel und Energie deutlich reduziert.

o Die Via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
erarbeitet im Rahmen eines internationalen Projektes umweltgerechte
Abfallwirtschaftskonzepte für die Donauschifffahrt. Ziel ist es,
koordinierte und grenzüberschreitende Entsorgungslösungen, vor allem
für öl- und fetthaltige Problemstoffe, zu etablieren.

o Die EVVA Sicherheitstechnologie GmbH erfand ein neues Verfahren zur
ölfreien, serienmäßigen Metallbearbeitung von Zylinderkernen. Die
Späne, die beim Sägen, Bohren oder Fräsen anfallen, müssen nicht mehr
gereinigt und können so zu 100 Prozent recycelt werden. Weiterer
Vorteil: Bessere Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen.

o Im International Business College Hetzendorf wird Nachhaltigkeit
groß geschrieben. Die Schülerinnen und Schüler der mit dem
Umweltzeichen zertifizierten Handelsakademie engagieren sich in
zahlreichen Sozial- und Umweltprojekten innerhalb und außerhalb der
Schule, zum Beispiel im St. Anna Kinderspital.

o Die Kurt Mann Bäckerei & Konditorei GmbH & Co KG schiebt der
Überproduktion einen Riegel vor: Gelungen ist dies durch verfeinerte
Bestellsysteme in den Filialen, eine genaue Produktionsplanung und
aufmerksame MitarbeiterInnen. Neben den Rohstoffen konnten auch
unzählige Fahrkilometer für Zulieferung und Entsorgung eingespart
werden.

o Die Firma Ansteckplaketten Schmitz entwickelte gemeinsam mit der
BOKU Wien ein neuartiges biologisch abbaubares Material aus Holz und
Maisstärke namens FASAL für die Produktion von Ansteck-Buttons. Auf
den Import von herkömmlichen Materialien wie Metallblech und
Kunststoff kann so vollständig verzichtet werden.

o Intelligente, grüne IT-Konzepte sind beim Bundesrechenzentrum
gefragt. Durch entsprechende Maßnahmen wie Servervirtualisierung,
Umluftkühlung in den Serverräumen oder Ausschaltsysteme für
EDV-Arbeitsplätze soll in den nächsten drei Jahren ein Viertel des
Stromverbrauchs eingespart werden.

o Die Rembrandtin Lack Gmbh schaffte ein neues umweltfreundliches
Beschichtungssystem für Brücken, Industrieanlagen und Maschinen. Die
neue Deckbeschichtung enthält nur mehr einen geringen Gehalt an
flüchtigen Kohlenwasserstoffen, weist aber im Vergleich zu
herkömmlichen Produkten deutlich bessere Produkt- und
Verarbeitungseigenschaften auf.

o R.U.S.Z. ist ein Verein zur Förderung der Sozialwirtschaft. Durch
die Reparatur von gebrauchten Waschmaschinen und Geschirrspülern
werden nicht nur Langzeitarbeitslose in den Arbeitsprozess
integriert. Die verbesserte Energieeffizienz der Geräte erhöht auch
die Nutzungsdauer und reduziert so das Müllaufkommen.

Die Jury

Die nominierten Unternehmen werden von einer unabhängigen Jury,
dem Beirat des ÖkoBusinessPlan Wien, unter Berücksichtigung der
individuellen betrieblichen Möglichkeiten wie Betriebsgröße oder
Branche ermittelt. Der Beirat umfasst ExpertInnen aus: Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22, Wirtschaftskammer Wien/WIFI,
Lebensministerium, Arbeiterkammer Wien, Österreichischer
Gewerkschaftsbund (ÖGB), Wirtschaftsagentur Wien, Gewerbetechnische
Sachverständige (MA 36) und Magistratische Bezirksämter
(Gewerbebehörde).

ÖkoBusinessPlan Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt
Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der
ÖkoBusinessPlan Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten
Maßnahmen im Betrieb und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken.
817 Wiener Unternehmen haben bereits Verbesserungsmaßnahmen gesetzt,
von der Abfallvermeidung über Energiesparmaßnahmen bis hin zur
Umstellung von kompletten Produktionsprozessen.

Der ÖkoBusinessPlan Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zum
Wiener Klimaschutzprogramm (KliP) und Städtischen
Energieeffizienzprogramm (SEP), wo er als Schnittstelle zu den
Betrieben verankert ist. Gefördert wird das Programm aus den Mitteln
des Ökostromfonds für Wien, der Wirtschaftskammer Wien/WIFI und der
Umweltförderung Inland des Lebensministeriums.
Weitere Informationen zum ÖkoBusinessPlan Wien und zum Umweltpreis
der Stadt Wien 2011 sind unter www.oekobusinessplan.wien.at abrufbar.

Rückfragehinweis:

Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
   Dr. Thomas Hruschka
   Tel.: (01) 4000 73567
   E-Mail: [email protected]
   Grayling Austria GmbH
   Michaela Desch
   Tel.: (01) 524 43 00-63
   E-Mail: [email protected]
   
   Mag.a Anita Voraberger 
   Mediensprecherin Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima 
   Tel.: (+43-1) 4000 - 81353 
   E-mail: [email protected]

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