Bundeskanzler Werner Faymann: Gewalt in Libyen sofort beenden

Wien (OTS) - "Ich appelliere im Sinne der Menschlichkeit, aber
auch im Namen der zahlreichen Staatsbürger aus Österreich und aus anderen europäischen Nationen, die sich in Libyen aufhalten, das Blutvergießen augenblicklich zu beenden. Die Berichte über die Gewaltakte der vergangenen Stunden machen uns auf das höchste betroffen und besorgt. Die Regierung Libyens trägt nicht nur Verantwortung für ihr Volk, sondern auch für die Sicherheit von tausenden Bürgern anderer Länder, die sich in ihrem Land aufhalten und dort ihrer Arbeit nachgehen", sagt Bundeskanzler Werner Faymann.

"Es ist aus tiefstem Herzen zu verurteilen, wenn Menschen für freie Meinungsäußerung mit ihrem Leben bezahlen müssen", so der Bundeskanzler zu den Berichten über die große Zahl von Todesopfern in den vergangenen Tagen.

Österreich stehe mit seinen EU-Partnern bereit, alles Notwendige zu unternehmen, um die Sicherheit der europäischen Bürger in dem nordafrikanischen Land zu gewährleisten. Im Außenministerium tagt dazu derzeit ein permanenter Krisenstab.

Aufgrund der kritischen Sicherheitslage in Libyen habe sich die Bundesregierung dazu entschlossen, eine C-130 Herkules des Österreichischen Bundesheeres sowie Spezialeinsatzkräfte in den südeuropäischern Raum zu verlegen. Bundesminister Norbert Darabos hat dazu die entsprechende Einsatzweisung erteilt. Am Sonntag ist die Transportmaschine um 09.30 Uhr von Linz-Hörsching aus gestartet. Sie wird derzeit in Malta - rund 45 Flugminuten von Tripolis entfernt -für einen Evakuierungsflug in Bereitschaft gehalten.

Bundeskanzler Faymann: "Wir stehen rund um die Uhr bereit für die Rückholung österreichischer Staatsbürger sowie von Bürgern der Europäischen Union."

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