- 18.02.2011, 10:40:06
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APA-OTS Politikanalyse: Darabos verteidigt Neutralität
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (11. bis 17.
Februar 2011) belegt Verteidigungsminister Norbert Darabos Platz
eins. EU-Parlamentarier Othmar Karas folgt auf Rang zwei, Vizekanzler
Josef Pröll belegt den dritten Platz.
Verteidigungsminister Norbert Darabos (Rang eins, 378 Nennungen)
steht aufgrund der anhaltenden Debatte über die Wehrpflicht weiterhin
im Zentrum der medialen Berichterstattung. Im Zuge der Verhandlungen
über eine neue österreichische Sicherheitsstrategie wird nach der
Wehrpflicht auch am nächsten Tabuthema gerüttelt, der Neutralität.
Darabos stellt jedoch klar, dass bei einer Abschaffung der
Wehrpflicht die Neutralität beibehalten werden soll.
EU-Mandatar Othmar Karas (Rang zwei, 222 Nennungen) von der ÖVP
erleidet bei einem Skiunfall schwere Verletzungen. Der britische
Tourist, der den Unfall verursacht hat, wird von einem Gericht zu
einer Geldstrafe und Schmerzensgeld verurteilt.
Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (Rang drei, 208
Nennungen) trifft in Brüssel mit den EU-Finanzministern zusammen, um
über den geplanten permanenten Schutzschirm für überschuldete
Euroländer zu beraten. Dieser soll ab 2013 den vorübergehenden
Rettungsschirm ablösen und 500 Milliarden Euro umfassen. Im medialen
Fokus stehen auch die Kontroversen zwischen den Regierungsparteien
und ihren Obmännern Bundeskanzler Werner Faymann (Rang vier, 196
Nennungen) und Vizekanzler Pröll zu Themen wie Wehrpflicht, Erbrecht,
Verwaltungsreform, Pflege und Bildung.
Zum Thema Bildung wagt Unterrichtsministerin Claudia Schmied (Rang
fünf, 178 Nennungen) einen Vorstoß. Ab 2012 soll das Sitzenbleiben,
zunächst einmal in der Oberstufe, abgeschafft werden. Schmieds Plan
sieht vor, dass ein Schüler nur mehr das Fach und nicht die ganze
Klasse wiederholen muss, wenn er in einem Hauptfach eine
nichtgenügende Leistung erbringt.
Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Peter
Westenthaler, BZÖ (Rang acht, 135 Nennungen); Karl Blecha, SPÖ (Rang
zehn, 126 Nennungen); Ernst Strasser, ÖVP (Rang elf, 123 Nennungen);
Andreas Khol, ÖVP (Rang 13, 111 Nennungen); Doris Bures, SPÖ (Rang
15, 91 Nennungen); Barbara Prammer, SPÖ (Rang 16, 89 Nennungen);
Verena Remler, ÖVP (Rang 19, 84 Nennungen); Reinhold Lopatka, ÖVP
(Rang 23, 70 Nennungen); Hannes Swoboda, SPÖ (Rang 24, 69 Nennungen);
Hannes Gschwentner, SPÖ und Wolfgang Schüssel, ÖVP (beide Rang 26, je
58 Nennungen); Heinz Fischer, Bundespräsident (Rang 29, 54
Nennungen).
In dieser Woche ist die SPÖ mit 13 Politikerinnen und Politikern
in der Wertung präsent, die SPÖ mit zwölf. Die FPÖ, die FPK und das
BZÖ stellen jeweils einen Vertreter, die Grünen können diese Woche
keinen Akteur positionieren. Außerdem unter den Top-30: die
parteifreie Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und
Bundespräsident Heinz Fischer.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/ranking/art/top/politik
kostenlos abrufbar.
MediaWatch-Report Politik
Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich
aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut
analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale
politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen
Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben
Radio-Nachrichtensendungen.
Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
[email protected] bezogen werden.
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