Mühlwerth: SPÖ und ÖVP schaffen das "Sitzenbleiben" in der Schule ab - nach der nächsten Wahl werden beide "sitzen bleiben"!

Leistungsfeindlichkeit hat man in dieser Koalitionsregierung offenbar zum Prinzip erhoben!

Wien, 18-02-2011 (OTS/fpd) - Unterrichtsministerin Schmied und ihr schwarzes Pendant Beatrix Karl wollen dem österreichischen Schulsystem jetzt offenbar den Todesstoß geben. Die neueste Schnapsidee der rot-schwarzen Chaosregierung, das Sitzenbleiben abzuschaffen, die bislang auch vom Koalitionspartner ÖVP abgelehnt wurde, wird an der derzeit desaströsen Situation unseres Schulsystems nichts ändern, so heute die Vorsitzende des Ausschuss für Unterricht, Kunst und Kultur des Bundesrates, BR Monika Mühlwerth in einer Reaktion.

Wie immer versucht diese Koalition nicht die Ursache zu bekämpfen und auch dort den notwendigen Reformhebel anzusetzen, sondern die Herrschaften von Rot und Schwarz begnügen sich damit die Symptome zu bekämpfen. Dabei sind die Ursachen für die derzeitige Misere ja ohnehin offensichtlich. Eine Vielzahl von Schülern, die bei Schuleintritt nicht ordentlich Deutsch können, die einfachste Benimmregeln nicht beherrschen, weil es ihnen zu Hause niemand beigebracht hat, überfordern schon heute einen Gutteil der Lehrer. Diese müssen schlussendlich für alles herhalten: Sie sind Psychologen, ohne entsprechende Ausbildung, Krankenpfleger, Erzieher, Konfliktmanager und ein wenig unterrichten sollen sie auch noch. Und das bei nicht gerade brüllender Bezahlung vor allem im Pflichtschulbereich, so Mühlwerth.

Statt immer wieder Finnland als gelungenes Beispiel für die Einführung einer Gesamtschule zu zitieren, die es dort in der Form gar nicht gibt, sollte Schmied sich jene Bereiche zum Vorbild nehmen, die auch bei uns helfen könnten, die Leistungen unserer Schüler zu verbessern.

Finnland hat eine weitgehende Autonomie der Schulen, an jeder Schule gibt es einen Sozialarbeiter, eine Krankenschwester, Speziallehrer mit entsprechenden Ausbildungen für die schwächeren Schüler und Assistenten, die die Lehrer unterstützen. Die Lehrer sind ausschließlich für den Unterricht zuständig und das ist auch richtig so. Dass die Schüler vor Schuleintritt die Landessprache lernen müssen, ist in Finnland ohnehin eine Selbstverständlichkeit. Hier sollte Schmied ansetzen, dafür muss allerdings Geld in die Hand genommen werden. Aber all das kann im bestehenden System ohne weiteres umgesetzt werden, dazu braucht es keine Gesamtschule. Mit diesen Maßnahmen kämen wir schon einen großen Schritt weiter. Und der Erfolg wäre ziemlich schnell da. Offensichtlich sind aber Schmied und die SPÖ dermaßen auf die Gesamtschule fixiert, dass andere Dinge keinen Platz haben.

Kein Schüler wird künftig bessere Leistungen bringen, nur weil er nicht mehr in die nächste Klasse versetzt wird. Hier zeigt sich, daß das leistungsfeindliche Prinzip dieser Koalition offenbar bis tief in die Ministerien Einzug gehalten hat. Bei dieser Performance, die von der Faymann-Pröll Koalition tagtäglich vorgelebt wird, ist diese negative Entwicklung ja auch kein Wunder. Spätestens bei der nächsten Nationalratswahl werden die Herrschaften von Rot und Schwarz allerdings merken, daß sie selbst "sitzen bleiben" werden, so Mühlwerth abschließend. (Schluß)

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