- 17.02.2011, 13:57:31
- /
- OTS0197 OTW0197
KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0146 von heute: Die Wiener Staatsoper trauert um ihren ehemaligen Direktor Claus Helmut Drese
Wien (OTS) - "Die Wiener Staatsoper trauert um Claus Helmut Drese,
einen großen Theatermenschen, der als Direktor des Hauses bedeutende
Impulse gesetzt hat und stets um höchste künstlerische Qualität
bemüht war", so der Direktor der Wiener Staatsoper, Dominique Meyer,
zum Tod des am 10. Februar 2011 im 89. Lebensjahr verstorbenen
ehemaligen Staatsoperndirektors und Regisseurs. Generalmusikdirektor
Franz Welser-Möst, den Drese als Assistent des Musikdirektors Claudio
Abbado an die Wiener Staatsoper geholt hatte: "Claus Helmut Drese war
für mich der Grandseigneur der Opernintendantenwelt."
Claus Helmut Drese wurde am 25. Dezember 1922 in Aachen geboren
und studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und
Theaterwissenschaft in Köln, Bonn und Marburg/Lahn. Er wirkte
zunächst als Dramaturg und Schauspieler, bevor er Regie zu führen
begann. Von 1952 bis 1959 war er Chefdramaturg und Regisseur am
Nationaltheater in Mannheim, war bis 1963 Intendant in Heidelberg und
übernahm sodann die Leitung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.
1968 wurde er Generalintendant für Oper und Schauspiel in Köln, 1975
wurde er Direktor der Zürcher Oper. In seine Zürcher Direktionszeit
fallen u. a. ein Aufsehen erregender Monteverdi-Zyklus von Jean
Pierre Ponnelle und Nikolaus Harnoncourt sowie der von ihm
realisierte Umbau des Opernhauses.
Mit Saisonbeginn 1986 wurde Claus Helmut Drese vom damaligen
österreichischen Unterrichtsminister Helmut Zilk zum Direktor der
Wiener Staatsoper berufen. Claudio Abbado war bis zum Ende seiner
Direktion 1991 der Musikdirektor an seiner Seite. Mit seinem
Anspruch, "Ansätze zu einer neuen Ästhetik des Musiktheaters" zu
bieten, verbuchte er eine Reihe von Erfolgen. Neben
aufsehenerregenden Projekten wie etwa "Il viaggio a Reims" fallen in
seine Direktionszeit Produktionen, die sich bis heute im Repertoire
der Wiener Staatsoper gehalten haben, wie beispielsweise "L'italiana
in Algeri", "Un ballo in maschera", "Elektra", "Don Carlo" oder
"Wozzeck". Drese selbst inszenierte im Haus am Ring Glucks "Iphigénie
en Aulide" und Mozarts "La clemenza di Tito". Er richtete ein
Opernstudio an der Wiener Staatsoper ein und brachte vermehrt
Produktionen an anderen Spielstätten wie dem Künstlerhaus-Theater,
dem Odeon, dem Ronacher oder der Probebühne der Wiener Staatsoper
heraus.
Claus Helmut Drese erhielt im April 1991 die Ehremitgliedschaft
der Wiener Staatsoper und beendete seine Direktionszeit mit einer
Vorstellung von "Otello" mit Plácido Domingo in der Titelpartie, die
mit 101 Vorhängen bejubelt wurde.
Rückfragehinweis:
Wiener Staatsoper MMag. André Comploi Pressechef Tel.: (+43/1) 51444/2308 mailto:[email protected] www.wiener-staatsoper.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | STO






