Österreichischer Medienverband wird aufgelöst

Strukturelle Probleme führten zu Entscheidung; Medienjournal bleibt bestehen

Wien (OTS) - Der Österreichische Medienverband (ÖMVB), die Interessensvertretung der Freien Online- und Printmedien, beschloss vergangenen Sonntag im Rahmen einer Generalversammlung seine Auflösung. "Diese Entscheidung ist nicht leichtfertig gefallen", erklärt Martin Aschauer, Präsident des Medienverbandes. "Aufgrund struktureller Probleme können wir eine angemessene Vertretung der Mitgliedsmedien allerdings nicht mehr garantieren." Die Auflösung wird, nach dreijährigem Bestehen des Medienverbands, mit dem 31. März 2011 vollzogen.

"Der Arbeitsaufwand ist momentan zu groß und von den Vorstandsmitgliedern nicht in dem Ausmaß zu bewältigen, in dem es für die Mitgliedsmedien angemessen wäre", führt Martin Aschauer aus, "vor allem deshalb, weil ein Großteil des Vorstands bei einem Freien Medium aktiv ist und die Zeitressourcen dadurch knapp sind." Zudem fanden sich zuletzt nicht genügend Interessierte, um einen reibungslosen Ablauf der Agenden zu gewährleisten. Diese bestanden aus der Betreuung der Mitgliedsmedien, Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern, der Arbeit an einer wissenschaftlichen Definition des Begriffs der "Freien Medien" und der Organisation des "Tages der Freien Medien", der im vergangenen September zahlreiche BesucherInnen ins Museumsquartier lockte.

Das vom Medienverband betriebene Medienjournal bleibt weiter bestehen. "Das Medienjournal hat sich im vergangenen Jahr als Online-Magazin etabliert und wird auch weiterhin über die heimische Medienlandschaft berichten", meint Chefredakteurin Victoria Zedlacher. Als Herausgeber wird ein noch zu gründender Verein fungieren.

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