Häupl, Ludwig: Sozialdemokratie steht für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit!

Gedenkveranstaltung für die Opfer des 12. Februar 1934

Wien (OTS/SPW) - "Das Gedenken an die Opfer des 12. Februar ist keine Asche, es ist Glut, es ist Feuer! Unsere Aufgabe ist es, diesen Geist lebend zu halten und dafür zu sorgen, dass sich die Gerechtigkeit in der Gesellschaft durchsetzt", betonte der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl am Freitagabend im Karl Seitz Hof im Rahmen der traditionellen Gedenkveranstaltung an die Ereignisse des 12. Februar 1934. ****

Das Lösen der sozialen Frage, so Häupl weiter, sei daher auch heute die wichtigste Aufgabe der Sozialdemokratie. Es könne nicht sein, dass die neoliberalen Kräfte nach der Wirtschaftskrise so weiter machen, also ob nichts geschehen wäre: "Wir müssen darauf hinweisen, wer die Verantwortung für diese Krise trägt. Wir müssen sagen: Jetzt ist Schluss! Her mit der Transaktionssteuer, her mit einer internationalen Kontrolle der Finanzmärkte!" Auch die Banken müssten stärker in die Verantwortung genommen werden, forderte der Bürgermeister.

Neoliberalismus sei der Nährboden für Faschismus, denn er sei verantwortlich für die Verarmung der Massen. Überall dort, wo die soziale Frage nicht gelöst werde, komme es zur Machtübernahme autoritärer Strukturen, wie man nicht nur am Beispiel Ungarn erkennen könne. "Das ist nichts Neues, das kommt mir nicht so unbekannt vor. Auch wir haben heute die Aufgabe, soziale Probleme zu lösen - dann wird die Polemik des Zahntechnikers den Bach runter gehen!", so Häupl in Richtung FPÖ-Chef Strache.

Auch der Vorsitzende der SPÖ Floridsdorf, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig unterstrich, wie wichtig es vor diesem Hintergrund sei, rechtsextremen Tendenzen entgegenzutreten. Er dankte Bürgermeister Häupl, dass dieser eine Koalition mit der FPÖ von Anfang an ausgeschlossen hatte. Eine Parallele zu 1934 sei, dass Wien mit Michael Häupl auch heute einen so starken sozialdemokratischen Bürgermeister habe wie damals mit Karl Seitz.

"Die Februarkämpfer sind in Europa als erste gegen den Faschismus aufgetreten", erinnerte Ludwig: "Es waren Menschen, die mit ihrem Leben für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit gekämpft haben." Die SPÖ trete daher für die Rehabilitierung der Opfer des Austrofaschismus ein, so Ludwig abschließend: "Ich bin überzeugt, dass wir SozialdemokratInnen den Opfern immer ein würdiges Gedenken bewahren werden."

Das traditionelle Februargedenken wird vom Bund der Freiheitskämpfer gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend und der Wiener SPÖ Bildung veranstaltet. Die Veranstaltung jährte sich heuer zum 20. Mal. (Schluss)lk

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
wien.presse@spoe.at
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0001